Suchtkranke sollen in Kufstein mehr Hilfe erhalten

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Der Drogenmissbrauch bereitet in Kufstein Sorgen.
© imago images/Czepluch

Kufstein – Die Meldung hat wie ein Blitz eingeschlagen: Laut Abwasseranalysen ist Kufstein die Kokain-Hauptstadt Tirols. Im Abwasser der Festungsstadt war die höchste Konzentration bei Kokain-und Ecstasy-Rückständen im Land festgestellt worden. In der Folge kochten die politischen Diskussionen hoch und mündeten in einem Antrag der SPÖ im Kufsteiner Gemeinderat. Demnach solle man prüfen, eine Drogenberatungs- bzw. Betreuungsstelle in der Stadt einzurichten. Der Ausschuss für öffentliche Ordnung und Sicherheit hat dem Gemeinderat empfohlen, dem zu entsprechen, wie Vize-BM Hannes Rauch (ÖVP) berichtete.

„Das ist aber zu wenig, es sollten auch vom Landeskriminalamt Beamte abgestellt werden. Eine Beratungsstelle ist schon zu spät, da sind die Leute schon süchtig. Ich will aber nicht sagen, dass die Exekutive im Ort nichts tut, die leisten schon Gewaltiges. Daher braucht es noch zusätzliche Unterstützung“, sagte GR Karin Eschelmüller (Parteifreie). Auch Grün-GR Victoria Da Costa meinte: „Es gab schon einmal in Kufstein ein Drogendezernat, vielleicht kann man das wieder aufleben lassen.“ Laut VBM Rauch unternimmt „die Exekutive auch bereits vieles“. Und GR Susanne Thaler (Parteifreie), zuständig für Jugendarbeit, berichtete von einem breiten Beratungsangebot für junge Kufsteiner. Das soll nun durch die Beratungsstelle erweitert werden. (wo)

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