Sechste Generation: Mit dem Opel Astra ins Elektrozeitalter

Opels neue Kompaktwagen-Generation basiert erstmals auf einer Plattform französischen Ursprungs, die ihr unter anderem die Verwendung eines zeitgemäß erscheinenden Plug-in-Hybridantriebs einbringt.

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Die neue Astra-Generation mit der frischen Vizor-Front kommt Anfang 2022 auf den Markt.
© Opel

Von Markus Höscheler

Rüsselsheim – In den vergangenen Monaten hat es Opel so richtig spannend gemacht. Hin und wieder gab es neue Informationen, was die sechste Astra-Generation der Blitzmarke anbelangt. Der Kompaktwagen hat sich jahrzehntelang wacker geschlagen, war einst sogar ein großer Rivale des ewigen Bestsellers Golf. Die Stückzahlen von früher erreichten aber die neueren Modelle nicht mehr, gleichwohl gilt das Modell als überaus wichtig für das deutsche Label, das mittlerweile zum Konzern Stellantis zählt. Eben dieses Unternehmen bringt auch die bedeutendste technische Neuerung mit sich, denn mit der Einführung der neuen Baureihe verabschiedet sich Opel von der Plattform, die noch unter der General-Motors-Schirmherrschaft entwickelt worden war. Stattdessen kommt der Astra in den Genuss und den Vorteil des modifizierten EMP2-Baukastens (bereits die dritte Generation), einer vielseitigen Basis, die nicht nur designmäßig, sondern auch antriebsmäßig höchste Flexibilität verspricht.

Wenig überraschend zeigt der neue Astra den frischen Opel-Vizor, also jenen eigenwilligen Kühlergrill mit glatter Optik und direkter Anbindung an die LED-Scheinwerfer. Bügelfalte in der Mitte der Motorhaube, ausgeprägte Seitenschweller, wahrnehmbare Schultern und stilistisch gelungene gezeichnete C-Säulen heben die sechste Generation deutlich von den Vorgängern ab.

Die sechste Astra-Generation ist 4,37 Meter lang und verfügt über einen Laderaum im Ausmaß von 422 Litern.
© Opel

Die Abmessungen sind überschaubar geblieben, mit einer Länge von 4,37 Metern und einer Breite von 1,86 Metern zeigt er etwas mehr Größe als die achte Golf-Generation. Der Radstand legt um 13 Millimeter auf Komfort-versprechende 2,68 Meter zu, das Ladeabteil winkt mit alltagstauglichen 422 Litern Volumen netto.

Auch wenn Opel bestrebt ist, sich zur reinen Elektromarke zu entwickeln (ab 2028), kommen fürs Erste noch einmal Verbrennungsmotoren zum Zug. Diesel- und Benzinaggregate gelten als Fixstarter, wobei Opel auf Detailangaben noch verzichtete. Fix ist allerdings erstmals die Verwendung eines Plug-in-Hybridantriebs mit einer Systemleistung von 225 PS. Die Technik findet bereits seit gut eineinhalb Jahren Anwendung innerhalb der Stellantismarken, sie wird auch beim bald auf den Markt kommenden Peugeot 308 der nächsten Generation zum Einsatz gelangen.

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Moderner Innenraum: Das Pure Panel umfasst zwei Bildschirme, einer fürs Instrumentarium, ein zweiter fürs Infotainmentsystem.
© Opel

Weitere Neuerungen betreffen das Infotainmentsystem und die Fahrerassistenzprogramme. Für ein neuartiges Fahrerlebnis sprechen etwa zwei volldigitale Bildschirme im Zehn-Zoll-Widescreen-Format, die gekonnt nebeneinander platziert sind. Ein Display ersetzt das analoge Instrumentarium, das andere dient dem Infotainmentsystem, allen voran der Navigation. Das alles fungiert unter dem Begriff Pure Panel, welches seine Premiere in der zweiten Mokka-Generation feierte. Die Produktion wird laut Opel in Rüsselsheim erfolgen, die Bestellungen sind wohl ab Herbst möglich, mit ersten Auslieferungen rechnet der Hersteller zu Beginn des nächsten Jahres.


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