Erster Guantanamo-Gefangener seit Bidens Amtsantritt entlassen

Aus dem Militärgefängnis Guantanamo wurde erstmals unter US-Präsident Joe Biden ein Gefangener in seine Heimat zurückgebracht. Damit befinden sich noch 39 Insassen in dem Komplex.

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Washington – Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat erstmals einen Häftling aus dem US-Militärgefängnis Guantanamo auf Kuba entlassen. Der Mann sei in seine Heimat Marokko überstellt worden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Bereits 2016 hatten die US-Behörden die Freilassung verfügt. Er blieb aber dennoch weiterhin in Gewahrsam.

Nach der Freilassung des Mannes verbleiben noch 39 Gefangene im Lager Guantanamo. Das umstrittene Lager war von den USA eingerichtet worden, um ausländische Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 festzusetzen. Biden strebt – wie bereits der frühere Präsident Barack Obama – eine Schließung des Lagers an. Die meisten Insassen werden dort seit zwei Jahrzehnten festgehalten – ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. (APA, Reuters)


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