Gewessler erteilt Lueg-Tunnel klare Absage

  • Artikel
  • Diskussion (2)
Die Brücke wird um 220 Millionen Euro saniert, ein Tunnel stellt für das Infrastrukturministerium keine Alternative dar.
© Böhm

Innsbruck – Für Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) haben sich die Diskussionen über die notwendigen Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke auf der Brennerautobahn im Wipptal erledigt. Wie sie jetzt in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung an FPÖ-Nationalrat Gerald Hauser mitteilt, führe an der Brückenvariante mit einem Sanierungsvolumen von 220 Mio. Euro kein Weg vorbei.

Die Variantenentscheidung für die Brücke sei nach Erhebung, Bewertung und Abwägung aller umweltbezogenen, verkehrlichen und wirtschaftlichen Belange erfolgt, betont Leonore Gewessler. „Auch im Hinblick auf die Umweltauswirkungen liegt die Brücke klar im Vorteil. Die Erneuerung der Luegbrücke erfolgt auf der bestehenden Trasse und stellt, gegenüber jeder neuen Trassenführung, den geringsten Eingriff in die Natur dar. Bei der Abwicklung der Baustelle wird zudem darauf geachtet, die Anrainer*innenbelastung so gering wie möglich zu halten.“

Ein neuerliches Gutachten lehnt Gewessler ab. „Darüber hinaus wurde die Variantenentscheidung der Asfinag durch das Klimaschutzministerium sowie noch durch ein gemeinsam mit dem Land beauftragtes Expertengutachten von Konrad Bergmeister be-stätigt. Es besteht daher keine Notwendigkeit für ein neuerliches Gutachten.“ Die Anliegen der Anrainer würden sehr ernst genommen und, soweit sie sich mit den Grundsätzen der Planung von Bundesstraßenprojekten vereinbaren lassen, auch berücksichtigt.

Offen räumt die Klimaschutzministerin allerdings Kommunikationsprobleme ein: Trotz offener Kommunikation des gesamten Planungs- und Entscheidungsprozesses hätten in den vergangenen Jahren offensichtlich nicht alle Bedenken der Anrainergemeinden durch die Asfinag ausgeräumt bzw. alle Beteiligten von der aus Sicht der Asfinag optimalen Lösung „Wiedererrichtung Brücke“ überzeugt werden können. Zugleich warnt Gewessler vor weiteren Verzögerungen, denn bereits jetzt führe ein verspäteter Baubeginn zu „frustrierten“ Aufwendungen – also zu Mehrkosten. (pn)

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte