„Schlossmoar-Idyll statt Parkplatz“: 2000 Unterschriften sind das Ziel

Die Begründerinnen der Initiative „Schlossmoar-Idyll statt Parkplatz“ geben nicht auf.

  • Artikel
  • Diskussion
Renate Hölzl und Laura Winkler (r.) sammeln weiterhin Unterschriften für den Erhalt einer naturbelassenen Streuobstwiese am Hochstein.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Die beiden Initiatorinnen der Online-Petition „Schlossmoar-Idyll statt Parkplatz“ sammeln den Sommer über weiter Unterschriften. Online haben inzwischen 1386 Personen ihre Unterstützung erklärt, dazu kommen noch einige hundert Unterzeichner auf Papier. Als Ziel haben sich Renate Hölzl und Laura Winkler eine Marke von insgesamt 2000 Unterstützern gesetzt. „Vorwürfe, wir würden Schüler zur Unterschrift anhalten oder großteils Unterzeichner von außerhalb des Bezirkes ansprechen, entbehren jeder Grundlage“, sagt Hölzl. Tatsächlich stammten die allermeisten aus Lienz und Umgebung bzw. aus Osttirol, betonen die beiden Lehrerinnen.

Wie berichtet, planen die Lienzer Bergbahnen auf kürzlich erworbenem Grund neben der Hochstein-Talstation einen zusätzlichen Parkplatz für 119 Pkw anzulegen. Dafür müssten einige alte Bäume gefällt werden, die inmitten einer seit Jahrzehnten naturbelassenen Streuobstwiese stehen. Weil der Vorstand des Vereines Erholungslandschaft Osttirol Hölzls private Mitinitiative nicht mittragen wollte, musste Hölzl zuletzt nach nur einem Jahr als dessen Obfrau zurücktreten.

„Wir verlassen die Sachebene nicht und werden die Bevölkerung weiter aufklären, warum wir uns für den Erhalt dieser Kostbarkeit einsetzen“, erklärt Hölzl, ihres Zeichens Ökologin. Es handle sich bei dem Areal um eine ökologisch wertvolle Kulturlandschaft, die Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten biete und nicht ersetzt werden könne. „Auch eine nur teilweise Aufschüttung der Flächen mit Granulat, um Autos darauf zu parken, kann ich nicht als maßvolle Nutzung gelten lassen.“

Die beiden Begründerinnen der Bürgerinitiative verlangen als Alternative die bessere Ausnutzung des bestehenden Terlagofeld-Parkplatzes samt eines Parkleitsystems, bevor unwiederbringlicher Naturraum zerstört werde. Dieser Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe auf der anderen Straßenseite. „Wir beobachten die Auslastung dort sehr genau. Das Gelände ist sogar am Wochenende oft nur zur Hälfte belegt.“

10x Wanderausrüstung zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte