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Mahnende Worte zum Start der Bregenzer Festspiele

Bundespräsident Van der Bellen kritisiert in seiner Eröffnungsrede der Bregenzer Festspiele den Umgang mancher Politiker mit der Verfassung.

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Mit der Premiere von Arrigo Boitos „Nero“ starteten gestern Abend die 75. Bregenzer Festspiele. Eine Besprechung lesen Sie morgen in der TT.
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Bregenz – In seiner Eröffnungsrede der 75. Bregenzer Festspiele hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen gestern Vormittag den Umgang mancher Politiker mit der Verfassung kritisiert. Es habe ihn erstaunt, zu welchen Tätigkeiten er sich dadurch veranlasst sah, so Van der Bellen.

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Ohne Namen zu nennen, spielte der Bundespräsident damit auf die erst nach Exekutionsandrohung erfolgte Aktenlieferung des Finanzministeriums an den Ibiza-U-Ausschuss an. Aber nicht nur der respektlose Umgang mit Institutionen der Republik mache ihm Sorgen, so Van der Bellen mit Blick auf die Klimakrise, „in die wir immer mehr hineinrutschen“. Es sei „Menschenpflicht, unser Haus in Ordnung zu übergeben“, so der Bundespräsident, der in seiner Ansprache auch die Mehrbelastung von Frauen in der Pandemie zum Thema machte.

Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) erinnerte in ihrer Rede daran, dass die Corona-Krise Kunst und Kultur besonders getroffen hat. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, „wie wichtig staatliche Kulturpolitik ist, die unterstützt, ohne in die Kunstfreiheit einzugreifen“. „Wir brauchen das Schöne, Menschliche, den Widerspruch, die Reibung, das Verblüffende, die Fantasie, den kritischen Blick“, sagte Mayer. „Ohne Kunst können wir überleben, aber unser Menschsein kann das nicht.“

Die Eröffnung der 75. Bregenzer Festspiele wurde von Puppenspieler Nikolaus Habjan moderiert. Die Wiener Symphoniker rahmten die Feier musikalisch. Die erste Premiere, Arrigo Boitos Oper „Nero“, ging am Abend im Festspielhaus über die Bühne. Verdis „Rigoletto“ wird ab heute Abend auf der Seebühne wieder aufgenommen.

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Bis 22. August stehen bei den Festspielen 80 Veranstaltungen auf dem Programm. 212.000 Tickets wurden aufgelegt. Gut 85 Prozent sind bereits gebucht. (TT, APA)


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