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Junge Almfriseure kämpfen gegen den Klimawandel

Auf der Alm ist der Klimawandel besonders spürbar – ganze Flächen wachsen zu. Junge Helfer packen das Problem an der Wurzel.

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Die Alpenvereinsmitglieder schnitten gestern die Almwiesen vom Gestrüpp frei – ein Knochenjob.
© Reichle

Von Matthias Reichle

Kaunertal – Es wird gezupft und getrimmt, geschnitten und wieder in Form gebracht, was verwildert ist. Mit großen Scheren, Sägen und mit purer Muskelkraft packen die jungen Helfer das Problem im wahrsten Sinn des Wortes an der Wurzel. Unter dem Gepatschhaus im hinteren Kaunertal türmen sich bereits große Haufen mit abgeschnittenem Gestrüpp, Wurzeln giftiger Pflanzen, die die Gruppe aus den saftigen Almflächen entfernt hat. Eine Knochenarbeit – und doch wichtig. „Es ist anstrengend, macht aber auch Spaß, weil es einen guten Zweck hat“, sagt Johann aus Frankfurt am Main, der den zähen Wurzeln mit einer riesigen Baumschere zu Leibe rückt.


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