Start für Zweitimpfung ohne Anmeldung in Tirol: Platter appelliert an Bevölkerung

Ab dem heutigen Freitag gibt es nicht nur das Angebot, sich den Erststich ohne Anmeldung zu holen – nun kann man sich auch ohne Anmeldung „vollimunisieren" lassen. Landeshauptmann Günther Platter pocht darauf, dass möglichst viele das Angebot annehmen.

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Auch im Impfzentrum in Innsbruck kann man sich dieses Wochenende wieder ohne Anmeldung impfen lassen.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Bereits in den vergangenen Wochen hat das Land Tirol punktuell die Möglichkeit geschaffen, dass sich Impfwillige auch ohne Termin erstmalig gegen das Coronavirus impfen lassen können. Nun wird die Aktion erweitert und bei Impfstoffen mit zwei Impfdosen kann man sich nun auch den Zweitstich abholen, ohne sich zuvor angemeldet zu haben. Das ist frühstens 28 Tage nach der Erstimpfung möglich.

Den Auftakt der Aktionsreihe machen heute die Impfzentren Innsbruck, Imst, Kitzbühel, Lienz, Reutte und Landeck (Hinweis: Für den heutigen 23. Juli hat sich der Impfstandort in Landeck vom Stadtsaal in das Einsatzzentrum Landeck, Innstraße 25, geändert). Am Samstag folgen Kufstein und Kundl sowie erneut Innsbruck. Am Sonntag, 25. Juli, sind Impfungen in Imst und Telfs möglich. Öffnungs- und aktuelle Wartezeiten sowie weitere Termine für Erst- und Zweitimpfungen ohne Anmeldung für das kommende Wochenende finden sich auch hier.

Platter wünscht sich Impfungen, um "Pandemie endlich zu beenden"

Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) warb für die Impfung und bezeichnete die Impfmöglichkeit ohne Anmeldung in einer Aussendung als „niederschwelliges Angebot". Er dankte allen, die sich impfen lassen und betonte, sich auch den Zweitstich abzuholen sei zentral. „Mit den Impfungen haben wir es gemeinsam in der Hand, diese Pandemie und andauernde Belastung für Jung und Alt endlich zu beenden. All jene, die sich ebendies wünschen, sind aufgerufen, sich schnellstmöglich impfen zu lassen“, wandte sich Platter an die Tiroler Bevölkerung.

Dass die Impfung wirke, zeige sich im Bezirk Schwaz. „Im Bezirk Schwaz haben wir mit März begonnen, die Bevölkerung mit den vorhandenen Impfstoffen durchzuimpfen und dabei eine hohe Durchimpfungsrate erzielt. Das Ergebnis: Eine äußerst geringe Inzidenzzahl und aktuell keine Hospitalisierungen im Zusammenhang mit Covid. Das ist der Beweis, dass die Impfungen wirken. Sie sind unser Weg aus der Pandemie.“

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Leja wünscht sich viele junge Impfwillige

Vor allem junge Menschen sprach Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) an: „Die Covid-Impfung ist nicht nur ‚Eintrittskarte‘ in Gastronomiebetriebe oder Freizeiteinrichtungen. Sie ist vor allem ein Schutz für die eigene Gesundheit und schützt vor einem schweren Erkrankungsverlauf", so die Landesrätin. Viele Covid-Patienten würden – unabhängig von der Schwere des Krankheitsverlaufs – mit Langzeitfolgen kämpfen und benötigten auch Monate nach der eigentlichen Erkrankung noch medizinische Unterstützung. Das sollte man sich bei der Entscheidung hinsichtlich einer Impfung stets ebenso vor Augen halten.“

In Tirol gelten in der Altersgruppe unter 20 Jahre laut Land Tirol mit Stand heute, Freitag (8.30 Uhr), laut Eintragungen in den e-Impfpass 26,4 Prozent als erstgeimpft, 8,4 Prozent als vollimmunisiert. In der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre haben 51,2 Prozent ihre Erstimpfung erhalten, 31,8 Prozent sind vollimmunisiert. Im Vergleich: In der Altersgruppe 60 bis 69 Jahre haben beispielsweise 82,9 Prozent eine Erstimpfung erhalten und 75,1 Prozent sind vollimmunisiert.

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Vorbereitungen für den Herbst laufen

Weiters laufen bereits Vorbereitungen für weitere Impfangebote im Sommer und ab Herbst: „Es wird bereits ein umfassendes Konzept für ein laufendes niederschwelliges Impfangebot in Tirol ausgearbeitet. Auch im Hinblick auf den Herbst werden bereits Vorbereitungen getroffen, um eine bestmögliche Organisation entsprechend der Bedürfnisse der Tiroler Bevölkerung sowie den Vorgaben vonseiten des Bundes anbieten zu können“, teilte Leja mit. (TT.com)


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