FC Wacker verschenkt zwei Punkte bei den Young Violets

Der FC Wacker musste sich zum Auftakt der zweiten Liga mit einem enttäuschenden 1:1 zufriedengeben.

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Zu früh gefreut – das Wacker-Trio Galle, Fridrikas und Ronivalo nach der 1:0-Führung.
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Von Wolfgang Müller

Wien – „Ich bin brennheiß, weil wir aufgehört haben, Fußball zu spielen. So geht das nicht, wenn wir vorne mitmischen wollen“, fand Wacker-Stürmer Lukas Fridrikas nach dem 1:1 am Verteilerkreis klare Worte. Nur ein Punkt zum Start in die zweite Liga – das lag den Tirolern auf der Heimreise schwer im Magen.

„Wir sind Außenseiter, aber wir wollen den FC Wacker ärgern“, erklärte Violets-Coach Richard Suchard vor dem Anpfiff in der Generali-Arena. Und die „giftigen“ Jungveilchen nahmen ihren Trainer beim Wort. Zumindest in der Startphase, die von den Schwarz-Grünen etwas verschlafen wurde. Zum Glück war Marco Knaller, der die Innsbrucker als Kapitän aufs Feld führte, hellwach. In der dritten Minute drehte der FCW-Goalie einen Kopfball von Csaba Mester über die Latte.

FCW-Verteidiger Alexander Joppich (rechts) überzeugte in Wien.
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Ab der 15. Minute übernahmen die Tiroler das Kommando und jubelten dann auch über den Führungstreffer. Nach einer Balleroberung von Okan Aydin und einer Vorlage von Ronivaldo traf Fridrikas (17.). Es folgten noch Riesenchancen auf das zweite Tor, doch Fridrikas (33.) und Raphael Gallé (30./Kopfball; 43./Lattenschuss) scheiterten. „Jetzt müssen wir nach dem Wechsel gleich für klare Verhältnisse sorgen“, meinte Wacker-Sportvorstand Alfred Hörtnagl in der zweiten Halbzeit und bestätigte auch gleich, dass die erste Tranche des Überbrückungskredits von Investor Michail Ponomarew vertragsgemäß überwiesen wurde.

Weil ein Ronivaldo-Kopfball (64.) nur an der Querlatte landete, der FC Wacker in der Folge nur noch verwaltete, gelang den Violetten der Ausgleich durch Mester (78.). Aus den erhofften drei Punkten für die Tiroler wurde nichts, weil Fridrikas (79.) am Lattenkreuz scheiterte.

„Typischer Fall von selber schuld. Zuerst verabsäumten wir es, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, dann waren wir zu passiv. Das wird halt auch in dieser Liga bestraft und das wird auch hinterfragt werden müssen“, ärgerte sich FCW-Coach Daniel Bierofka und nahm auch seinen Torjäger Ronivaldo in die Pflicht: „Den Kopfball zur vorentscheidenden 2:0-Führung muss er einfach machen.“


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