Corona ist nicht vorbei: Land Tirol bereitet schon den Impf-Herbst vor

Es gibt weitere Cluster in Tirol. Die Infektionsketten gehen mittlerweile in die Breite. Auf die Hospitalisierung hat das Infektionsgeschehen derzeit keine Auswirkungen. Ein niederschwelliges Impfangebot soll auch im Herbst forciert werden.

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Vor allem die Jungen sollen sich impfen lassen, bei den unter 20-Jährigen sind erst 26 Prozent erstgeimpft.
© Kristen

Innsbruck – Seit Freitag wird in den Impfstraßen zwischen Reutte und Lienz wieder ohne Termin geimpft. Angesichts der auch in Tirol wieder steigenden Infektionen drückt das Land auf die Tempotaste. „Mit den Impfungen haben wir es gemeinsam in der Hand, diese Pandemie und andauernde Belastung für Jung und Alt endlich zu beenden. All jene, die sich ebendies wünschen, sind aufgerufen, sich schnellstmöglich impfen zu lassen“, appelliert LH Günther Platter (VP) an die Bevölkerung und verweist auf die Durchimpfung im Bezirk Schwaz.

Im Bezirk Schwaz wurde im März begonnen, die Bevölkerung mit den vorhandenen Impfstoffen durchzuimpfen, dabei konnte eine hohe Durchimpfungsrate erzielt werden. Platter: „Das Ergebnis: eine äußerst geringe Inzidenzzahl und aktuell keine Hospitalisierungen im Zusammenhang mit Covid.“ Zugleich bereitet sich das Land für die kommenden Wochen und den Herbst vor.

„Es wird bereits ein umfassendes Konzept für ein laufendes niederschwelliges Impfangebot ausgearbeitet“, betont Gesundheitslandesrätin Annette Leja (VP). Auch im Hinblick auf den Herbst werden bereits Weichen gestellt, „um eine bestmögliche Organisation entsprechend der Bedürfnisse der Bevölkerung sowie den Vorgaben vonseiten des Bundes anbieten zu können“, wie Leja ergänzt.

Weitere Cluster aufgetreten

Das Infektionsgeschehen in Tirol hat in den vergangenen Tagen an Dynamik gewonnen. Während sich die Entwicklung im Außerfern stabilisiert hat, werden in Osttirol nach wie vor vermehrt Ansteckungen gemeldet. Verantwortlich dafür ist ein Cluster rund um ein Lokal in Innsbruck und Reiserückkehren. Die Infektionsketten gehen mittlerweile in die Breite.

Zuletzt wurde auch in der Landeshauptstadt Innsbruck und im Bezirk Innsbruck-Land eine Zunahme der Corona-Fälle festgestellt. So gibt es in Scharnitz einen neuen Cluster, auch im Wipptal treten kleiner Cluster auf. Der Trend lässt sich auch an den Abwasseranalysen ablesen. Im Rahmen des Monitorings wurde wie bereits in den vergangenen zwei Wochen auch in der Vorwoche ein leichter Anstieg der SARS-CoV-2 ausscheidenden Personen in Tirol verzeichnet – wenn auch weiterhin noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

Auf die Hospitalisierung hat das Infektionsgeschehen derzeit keine Auswirkungen: Auf der Intensivstation muss kein Corona-Erkrankter behandelt werden. (TT)


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