Geld am Sparbuch macht nicht reicher

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Von Verena Langegger

Innsbruck, Wien – Die Österreicher sind extrem fleißige Sparer, wir sind so erzogen, sagt Nikolaus Jilch von der Denkfabrik Agenda Austria. Einen Traum aller brav sparenden Österreicher lässt er allerdings gleich platzen: „Mit dem Geld am Sparbuch oder am Konto kann man nicht reich werden.“ Jilch rechnet mit einem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von zwei Prozent, „nach 35 Jahren hat sich mein Vermögen dadurch halbiert“.

Doch es gebe Alternativen für alle, die ihr Geld erhalten bzw. sogar vermehren wollen. Jilch rät zu Aktien und Fonds, gut gestreut. Es solle nicht nur in bekannte Unternehmen investiert werden. „Man kommt sich anfangs vielleicht vor wie Gordon Gecko“, meint Jilch in Richtung Aktien-Einsteiger. Wer nicht wie Michael Douglas als skrupelloser Finanzhai im Film „Wall Street“ agieren und nicht alles allein entscheiden will, der sollte zum Berater der Hausbank gehen und sich dort informieren. Dort wären zwar die Gebühren mit bankeigenen Produkten höher – und damit der Gewinn weniger –, aber wohl auch die Sicherheit, das Richtige zu tun, größer. Mehr als am Sparbuch bleibe am Ende der Laufzeit allemal. Wagemutigeren empfiehlt Jilch so genannte Direktbroker. Dort seien die Gebühren niedrig. Für die Internet-Generation oder auch alle, die sich am Smartphone zuhause fühlen, bleibe die App. Mit monatlich 25 Euro sei man dabei. Was es braucht, seien gute Nerven. Denn einen Crash kann es immer geben, aber: „Nach 15 Jahren bin ich immer im Plus.“

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