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BOKU-Forscher: „Raumordnung für Hochwasserschutz zentral“

Naturgefahren-Forscher Johannes Hübl hält Klimaschutz nur für einen Baustein, die Widmungspolitik sei auch ein wichtiger Hebel.

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In der Kelchsau verursachte das Hochwasser infolge von Starkregen immense Schäden an der Infrastruktur.
© Zoom.Tirol

Innsbruck –Johannes Hübl von der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) hatte diese Woche in der ZiB 2 einen eindrücklichen Auftritt. Der Salzburger erklärte der Nation, dass man etwa bei Hochwasser das Auto nicht aus der Garage holen solle. Schlicht deswegen, weil es schnell zur Mausefalle wird. Im TT-Interview führt er aus, wie man die Bevölkerung für Katastrophenübungen ins Boot holen kann und warum eine Hochwasser-Kommission als Entsprechung zur Lawinenkommission sinnvoll wäre.

Ist der Kampf gegen den Klimawandel der beste Schutz gegen Naturkatastrophen?

Johannes Hübl: Das kann man nicht so allgemein sagen, denn der Klimawandel beeinflusst prinzipiell nur die Entstehung einer gefährlichen Situation. Er ändert aber nichts an der räumlichen Lage (Vorhandensein von verletzlichen Objekten, wie Personen, Gebäuden und Infrastruktur) im potenziell gefährdeten Raum. Nichtsdestotrotz ist der Kampf gegen den Klimawandel ein wichtiger Baustein zum Schutz vor Naturgefahren. Genauso wichtig sind aber Anpassungsstrategien, die sich etwa im Bereich der Raumordnung, Bauordnungen, Schutzmaßnahmen und Landnutzung finden.


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