Runder Tisch zu Stadthotellerie in Innsbruck

Die Politik diskutiert über Impulse für Kongresse und Messen in Innsbruck.

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Wegen geschlossener Hotels fehlen in Innsbruck aktuell rund 1000 Betten.
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Innsbruck – Die Nächtigungszahlen im Mai und Juni sind im Vergleich zu 2020 gestiegen und auch für Juli zeigen die Buchungen nach oben, trotzdem ist Innsbruck noch weit von den Zahlen aus der Vor-Corona-Zeit entfernt. Neben dem Ausbleiben der Tagesgäste – fast gänzlich aus Übersee und Asien, teilweise auch aus Europa – spüren Innsbrucks Hoteliers und Gastronomen vor allem den darniederliegenden Kongresstourismus.

Vizebürgermeister Johannes Anzengruber
© Foto Rudy De Moor

„Trotz der steigenden Anzahl an Übernachtungen bereitet der Umstand, dass derzeit rund 1000 Betten aufgrund noch immer geschlossener Hotels nicht zur Verfügung stehen, durchaus Grund zur Sorge“, meint Vizebürgermeister Johannes Anzengruber gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Deshalb findet auf Einladung von Wirtschaftslandesrat Anton Mattle Anfang August ein runder Tisch im Landhaus statt, um gemeinsame Impulse für Messen, Kongresse, Firmen-, Kultur- und Sportevents zu setzen. Bereits im Frühjahr hat es ein Treffen mit allen wichtigen Vertretern des Innsbrucker Tourismus gegeben. Ziel war und ist es, durch ein entsprechend vielfältiges Angebot wieder vermehrt Menschen nach Innsbruck zu lotsen, um zumindest den Tagestourismus entsprechend anzukurbeln. Nun gehe es darum, dass Firmenveranstaltungen, Messen und Kongresse wieder in Innsbruck stattfinden können.

Für Anzengruber ist – wie er betont – klar, dass auch der Kongresstourismus eine der wichtigen Säulen für Innsbrucks Wirtschaft ist. Neben der direkten Wertschöpfung und gesicherten Arbeitsplätzen seien Gäste aus dem In- und Ausland wichtige Umsatzbringer für den Handel und alle Freizeit- und Kultureinrichtungen, wie eine Wifo-Studie aus dem Jahr 2019 zeigt. So liegen die Ausgaben pro Kongressteilnehmer mit rund 530 Euro pro Tag um das Drei- bis Vierfache höher als bei einem Tourismusgast. Neben 360 Mio. Euro Bruttowertschöpfung pro Jahr und der Sicherung von etwa 5800 Arbeitsplätzen bringen der Kongress- und Veranstaltungstourismus für die Stadt Innsbruck rund 4 Mio. Euro an direkten oder indirekten Steuereinnahmen. (hu)


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