Auf Entdeckungsreise mit St. Blasius, Schöch und Co.

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Sinfonische Grandezza im Stift Stams: Karlheinz Siessl (l.) und das Orchester der Akademie St. Blasius.
© Gufler

Stams – Im Herbst erhält das Orchester der Akademie St. Blasius mit seinem musikalischen Leiter Karlheinz Siessl den mit 5000 Euro dotierten Tiroler Landespreis für zeitgenössische Musik 2021. Es ist hoch an der Zeit für eine derartige Auszeichnung: Der Verein St. Blasius bietet seit 1998 jungen Profimusikern eine Plattform, programmatisch bewegt er sich abseits des klassischen Mainstreams.

St. Blasius-Konzerte sind Entdeckungsreisen. So auch vorgestern Samstag im prachtvollen Ambiente der Basilika von Stift Stams. Dort erlebten die Besucher ein seltenes und Staunen machendes Zusammenwirken von Orgel, Orchester und Klavier.

Bei Paul Hindemiths Konzert für Orgel und Kammerorchester op. 46/2 schloss sich für Orgel-Solist Michael Schöch ein Kreis: Vor zehn Jahren holte sich der heute 36-jährige Tiroler mit diesem Werk den Sieg beim renommierten ARD-Wettbewerb. Im Verbund mit Bläsern und Streichern ließ Schöch Hindemith an der Rieger-Orgel klangmächtig das gesamte Gotteshaus durchwirken.

Teil 2 des Abends bestritt Schöch an der Seite von Anna Gellan-Rohregger am Klavier, Elias Praxmarer übernahm den Orgelpart. Das St. Blasius Orchester strahlte bei Camille Saint-Saëns’ Orgelsinfonie Nr. 3 in c-Moll als homogenes, spielfreudiges Ganzes. Mit einem schillernden Crescendo von wahrer Grandezza klang ein beeindruckender Konzertabend aus. (mark)

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