ÖBB schreiben Großauftrag aus: bis zu 540 Elektrotriebzüge

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Seit zwei Jahren warten die ÖBB auf die von Alstom/Bombardier gebauten Talent3-Züge.
© ÖBB/Kapferer

Wien, Innsbruck – Noch immer sind die bei Alstom/Bombardier bestellten 46 neuen Talent3-Garnituren für Vorarlberg und Tirol überfällig, weil der Konzern keine Zulassung der Europäischen Eisenbahnagentur für seine Talent-Züge erhält. Die ersten von 25 für Tirol bestellten S-Bahn-Züge sollten eigentlich seit 2020 auf Schiene sein.

Im Dezember sprach ÖBB-Konzernsprecher Christoph Gasser-Mair auf die Probleme angesprochen gegenüber der von einem „Plan B“. Wie dieser aussieht, wurde nun bekannt. Im EU-Amtsblatt wurde eine Ausschreibung für einen Großauftrag für bis zu 540 Züge veröffentlicht. Es handle sich dabei um einen Rahmenvertrag, hieß es von Seiten der ÖBB. Damit erhöht die Staatsbahn den Druck auf Alstom/Bombardier, die dem Vernehmen nach – so der – seit Herbst 2020 versucht eine befristete oder eingeschränkte nationale Zulassung zu bekommen.

Die ÖBB hatten 2016 mit Bombardier eine Rahmenvereinbarung für bis zu 300 Züge um 1,8 Mrd. Euro unterzeichnet. In der neuen Ausschreibung soll ein solcher Zulassungsproblemfall vermieden werden. Anbieter müssen nachweisen, dass ihre Züge in Europa seit zwei Jahren im Einsatz sind, und zwar in Serie mit mehr als hundert Zügen. Indessen hat der ÖBB-Aufsichtsrat einen Mehrpunkteplan genehmigt, der von Pönalezahlungen bis zum Widerruf des Rahmenvertrags mit Alstom/Bombardier reicht. (APA)

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