Mehrere Tote nach Monsunregen in Rohingya-Lagern in Bangladesch

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Der Monsunregen hat das Flüchtlingslager in Balukhali in eine Schlammlandschaft verwandet.
© TANBIR MIRAJ

Dhaka – Sturzfluten und Erdrutsche in Folge des schweren Monsunregens haben in Bangladesch insbesondere in den Flüchtlingslagern der Rohingya Zerstörung hinterlassen. Mindestens 14 Menschen, darunter sechs Rohingya, kamen durch die Erdrutsche an den Hängen der Hügel ums Leben, etliche weitere wurden verletzt, berichtete der asiatische Pressedienst Ucanews laut Kathpress am Mittwoch.

Hilfsorganisationen und Behörden starteten den Angaben zufolge bereits eine humanitäre Hilfsaktion für die Betroffenen. Das katholische Hilfswerk Caritas in Bangladesch werde am Donnerstag mit der Verteilung von Hilfsgütern beginnen und nach einer Einschätzung des Ausmaßes der Schäden den Wiederaufbau der zerstörten Unterkünfte einleiten.

Situation schlimmer als erwartet

"Es gab Warnungen vor dem Starkregen und wir waren ausreichend vorbereitet", so der Einsatzleiter des Nothilfeprojektes der Caritas, Inmanuel Chayan Biswas. Allerdings sei die Situation schließlich deutlich schlimmer und der Schaden viel höher als erwartet gewesen.

Mehr als eine Million muslimische Rohingya leben in den Lagern im Bezirk Cox's Bazar. Rund 700.000 waren im Sommer 2017 gewaltsam von der Armee Myanmars vertrieben worden. Mehr als 300.000 sind Opfer früherer Pogrome und leben seit Jahrzehnten unter schwierigsten humanitären Bedingungen in der Region. (APA)

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Überflutungen nach Monsunregen auch in Pakistan

Heftige Monsunregenfälle haben in Teilen der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu schweren Überschwemmungen geführt. Dabei seien mindestens zwei Menschen, eine Mutter und ihr Kind, ums Leben gekommen, teilten lokale Behördenvertreter am Mittwoch mit. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Autos von den Wassermassen mitgerissen wurden.

Betroffen war vor allem eine der teuersten und erst in den vergangenen Jahren entwickelte Wohngegend der Stadt am Fuße der Margalla-Hügel. Die Armee teilte in einer Erklärung mit, man helfe den zivilen Behörden bei den Rettungsmaßnahmen. Pakistanische Meteorologen warnten vor weiteren starken Regenfällen auch in anderen Landesteilen in den nächsten drei Tagen.


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