Ausdauer-Events: Vom Großglockner bis zum Glungezer

Hoch hinaus geht es an diesem Wochenende beim Glockner-Ultra-Trail und Glungezer-Berglauf, steil wird es im Horn-Radrennen.

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Landschaftlich wie konditionell beeindruckend: 110 Kilometer warten beim Großglockner-Ultra-Trail.
© Wisthaler

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Auch wenn es am Wochenende unbeständiger und kühler werden dürfte, sind schweißtreibende Tage vorprogrammiert, denn sowohl beim Großglockner Ultra-Trail (GGUT) als auch beim Glungezer-Berglauf wird den Läufern über die Steigung nicht langweilig.

Großglockner-Ultra-Trail: Drei Bundesländer vereint ab morgen einer der härtesten Läufe, die es in Österreich gibt. Auf der GGUT-Hauptstrecke warten morgen (22 Uhr) von Kaprun aus auf Salzburger Seite insgesamt 110 Kilometer und 65.000 Höhenmeter durch Kärnten und Osttirol, ehe es nach einer langen Runde um Österreichs höchsten Berg mit 3798 m wieder nach Kaprun geht. Am Samstag (6 Uhr) führt der Großglockner-Trail von Kals über 57 Kilometer und 3500 Hm nach Kaprun. Mit dabei in Osttirol ist der Spanier Pau Capell, der 2019 den Mont-Blanc-Ultra-Trail und damit wichtigsten Lauf der Trailrun-Szene gewann. Insgesamt rechnen die Veranstalter an den drei Event-Tagen mit 1500 Teilnehmern – nach der Absage im Vorjahr ist eine so starke Zahl an Startern Balsam auf den Wunden. Die Anmeldung ist bereits geschlossen.

Glungezer-Berglauf: 15,5 Kilometer und 2120 Höhenmeter – selbst gestandene Spezialisten müssen bei solchen Zahlen erst mal schnaufen. Der längste Berglauf Österreichs führt am Sonntag (10 Uhr) von der Karlskirche in Volders auf den 2677 Meter hohen Glungezer. Heuer wird erstmals auch ein „Vertical Run“ angeboten, wobei vom Gasthof Halsmarter weg wahlweise mit oder ohne Stöcke (zwei verschiedene Wertungen) der Glungezer angesteuert wird. Den Rekord auf der gesamten Strecke hält immer noch Lokalmatador Richard Oberndorfer aus dem Jahr 2012 (1:39:43.1 Std.). Nachnennungen sind keine möglich.

Kitzbüheler Horn-Radrennen: Da fällt die Österreich-Rundfahrt flach und bekommt das Horn keine drei Wochen nach der Premiere des Kitzbüheler Radmarathons erneut Besuch von der Rad-Elite. Dieses Mal geht es auf der klassischen Hornstraße zur Sache – auf der Strecke von 7,2 Kilometern (865 Hm) wartet der berüchtigte Knödelfleischgraben mit einer Steigung von bis zu 22,3 Prozent. „Wir erwarten um die 150 Teilnehmer“, blickt Organisator Toni Ehrensperger voraus. Darunter finden sich auch einige Elite-Fahrer, die das Einzelzeitfahren am Samstag (10 Uhr) von Kitzbühel aus in Angriff nehmen.

Berüchtigt und gefürchtet zugleich: die letzten Kehren der Hornstraße hinauf zum Alpenhaus, die am Samstag auf die Radsportler warten.
© gepa

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