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Behandlungsfehler – Was tun?

Auch wenn Österreich eines der besten Gesundheitssysteme der Welt hat, kommt es dennoch nach Schätzungen bei circa einem Prozent aller Behandlungen zu Fehlern.

Das österreichische Gesundheitssystem gehört zu einem der besten überhaupt. Dennoch ist es möglich, dass Fehler passieren.
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Die Arzthaftung unterscheidet zwei klassische Fehlertypen, den Behandlungsfehler und den Aufklärungsfehler.

Die wichtigste Pflicht des Arztes aus dem Vertragsverhältnis ist den Patienten sachgemäß auf Basis des geltenden Wissensstandes und der Regeln der Kunst lege artis zu behandeln.

Behandlungsfehler versus Aufklärungsfehler

Unter einem Behandlungsfehler versteht man die schuldhafte Verletzung des Behandlungsvertrages oder Unterlassung einer medizinisch notwendigen Behandlung.

Im Rahmen des Behandlungsvertrages schuldet der Arzt dem Patienten eine medizinische Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst, wofür der aktuell anerkannte Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft maßgeblich ist. Ein Arzt handelt dann fehlerhaft, wenn er das in Kreisen gewissenhafter und aufmerksamer Ärzte vorausgesetzte Verhalten unterlässt. Erfolgte eine medizinische Behandlung nicht nach diesen Grundsätzen, liegt ein Behandlungsfehler vor und kann dies einen Schadenersatzanspruch des Patienten begründen. Darüber hinaus ist der Arzt vor der eigentlichen Behandlung verpflichtet, den Patienten im Sinne der sogenannten Selbstbestimmungs- oder Risikoaufklärung ausreichend und umfassend über die Behandlungsmethode aufzuklären.

Der aufklärende Arzt hat sich im Zuge eines Aufklärungsgespräches davon zu überzeugen, dass dem Patienten die Behandlung, deren Folgen und mögliche Risiken zumindest in Grundzügen bekannt sind. Wenn ein Patient durch eine Behandlung nachteilige Folgen erleidet, kann er Schadensersatzansprüche gegenüber dem Arzt bzw dem Krankenhaus geltend machen, wenn die Heilbehandlung ohne ausreichende Aufklärung des Patienten erfolgt ist.

MMag. Stefan Zajic, office@rechtsanwalt-tirol.com


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