Golden Slam geplatzt: Djokovic schied im Halbfinale gegen Zverev aus

Novak Djokovic muss den Traum vom Golden Slam begraben. Der Serbe musste sich im Halbfinale des olympischen Tennis-Turniers dem Deutschen Alexander Zverev geschlagen geben. Dessen Gegner im Finale: Der Russe Karen Chatschanow.

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Ungewohntes Gefühl: Novak Djokovic ging als Verlierer vom Court.
© VINCENZO PINTO

Tokio – Der Traum vom "Golden Slam" ist für Novak Djokovic ausgeträumt. Der Weltranglistenerste aus Serbien scheiterte am Freitag im Halbfinale des olympischen Tennisturniers gegen den Deutschen Alexander Zverev überraschend deutlich mit 6:1,3:6,1:6. Djokovic, heuer schon Sieger der Grand-Slam-Turniere in Melbourne, Paris und Wimbledon, muss damit den Traum von vier Grand-Slam-Erfolgen plus Olympiagold in einem Jahr beenden. Zverev trifft im Finale auf den Russen Karen Chatschanow.

Djokovic sah zunächst wie der logische Sieger aus, führte nach gewonnenem ersten Satz auch im zweiten mit einem Break (3:2), und es schien alles den erwarteten Lauf zu nehmen. Der 24-jährige Zverev schaffte aber postwendend das Rebreak und war danach scheinbar schlagartig der klar bessere Spieler auf dem Platz. Den zweiten Satz gewann Zverev in 45 Minuten mit 6:3 und auch im entscheidenden dritten gelang dem Hamburger gleich im ersten Spiel ein Break. Djokovic schrieb nur noch zum 1:4 einmal an, nach 2:03 Stunden verwertete Zverev seinen zweiten Matchball.

"Ich habe jetzt eine Medaille für Deutschland, das ist ein wahnsinniges Gefühl", sagte der US-Open-Finalist von 2020 bei Eurosport. "Mit Sicherheit einer der emotionalsten" Momente seiner Karriere sei das gewesen", sagte der stolze, aber völlig geschaffte Zverev nach seinem Erfolg. Bruder Mischa Zverev war ebenfalls völlig hin und weg: "Ich kann nix sagen. Ich hab tausendmal geheult, dann hab ich gelacht, dann war ich sauer. So emotional, das war anstrengend", sagte er.

"Am Ende des Tages ist meine größte Motivation, die Medaille zu holen - und hoffentlich Gold", hatte Zverev schon am Tag vor dem Halbfinale gesagt. Silber hat er nun bereits sicher, so wie vor 21 Jahren Tommy Haas, und im Finale am Sonntag gegen den russischen Überraschungsfinalisten Chatschanow ist Zverev zumindest auf dem Papier Favorit.

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Im ersten Halbfinale hatte zuvor auch Chatschanow überrascht. Der Weltranglisten-25. aus Russland entschied das Duell gegen den Spanier Pablo Carreno-Busta in nur 79 Minuten mit 6:3,6:3 für sich und befindet sich auf dem Weg zu seinem bisher größten Erfolg. Bei Grand-Slam-Turnieren war der russische Tennisprofi bisher noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen, bei diesen Sommerspielen hat der 25-Jährige nun aber Silber bereits sicher. Das Finale wird am Sonntag ausgetragen, das Spiel um Bronze am Samstag. (APA, dpa)


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