Pandemie verschärft Lage: Diese Länder sind von Hungerkrisen betroffen

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Ein Arzt behandelt ein mangelernährtes Kind in einem Krankenhaus im Yemen.
© ESSA AHMED

Rom – Die UN-Ernährungsorganisationen FAO und WFP warnen vor sich ausweitenden Hungerkrisen in 23 Regionen weltweit. Die Covid-19-Pandemie habe die Lage unter anderem in Afghanistan, Äthiopien, dem Tschad, aber auch in Haiti oder Nordkorea dramatisch verschärft, erklärten die Welternährungsorganisation (FAO) und das Welternährungsprogramm (WFP) am Freitag in Rom, berichtete die Nachrichtenagentur Kathpress.

Die 23 von Hungerkrisen betroffenen Regionen

Afrika: Angola; Äthiopien; DR Kongo; Kenia; Liberia und Sierra Leone; Madagaskar; Mozambique; Nigeria; Somalia; Sudan; Südsudan; Tschad; Zentralafrikanische Republik; Burkina Faso, Niger und Mali

Asien: Afghanistan; Jemen; Libanon; Myanmar; Nordkorea; Syrien

Lateinamerika: Haiti; Kolumbien (Folge der Fluchtbewegung aus Venezuela; für Venezuela selbst gibt es keine aktuellen Daten); Nicaragua, Honduras und Guatemala

(Anm. manche Ländergruppen werden in Regionen zusammengefasst)

Hauptursachen der prekären Versorgungslage seien Konflikte, klimatische Extremereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen und wirtschaftliche Einbrüche durch Covid-19. Bürokratische Hürden sowie fehlende finanzielle Hilfen behinderten darüber hinaus die Arbeit der UN-Helfer.

Lage spitzt sich drastisch zu

Beide Organisationen hatten bereits zuvor gewarnt, dass zusätzliche 41 Millionen Menschen weltweit von akutem Hunger bedroht seien, wenn die nötigen Hilfen sie nicht unmittelbar erreichten. Von 2019 auf 2020 habe sich die Lage drastisch zugespitzt.

„Neben den Nahrungsmittelhilfen müssen wir alles tun, um die Lebensmittelproduktion anzukurbeln, damit Familien und Gemeinschaften sich wieder selbst versorgen können, bekräftigte FAO-Direktor Qu Dongyu. (APA)


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