Wacker siegt gegen Kapfenberg: Nach dem 2:0 stand das Tivoli unter Wasser

Vor 2011 Zuschauern feierte der FC Wacker am Freitagabend einen verdienten 2:0-Heimerfolg gegen Kapfenberg. Am Ende ergoss sich sintflutartiger Regen auf das Spielfeld.

  • Artikel
  • Diskussion
Auf der Tivoli-Nordtribüne wurde ordentlich Stimmung gemacht.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Liga-Heimpremiere geglückt – der FC Wacker feierte am Freitag vor 2011 Zuschauern einen 2:0-Erfolg gegen Kapfenberg. Ein Eigentor der Steirer und ein Treffer von Ronivaldo bescherten den Tirolern drei Punkte, die nach dem Schlusspfiff trotz sintflutartiger Regenfälle vor den Fans gefeiert wurden. „Das Eigentor war der Dosenöffner, das 2:0 dann der Todesstoß für die Kapfenberger“, bilanzierte der völlig durchnässte FCW-Coach nach dem Schlusspfiff und bemängelte, dass einige Angriffsaktionen „nicht ordentlich zu Ende gespielt wurden.

An der Nordtribüne lag es nicht, dass die Hausherren doch einige Zeit brauchten, um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Während die Fans Vollgas gaben, kamen die Schwarzgrünen die erste Halbzeit kaum bis gar nicht in die gefährliche Zone der Kapfenberger. In der 31. Minute scheiterte Flo Jamnig, der wieder einmal als rechter Verteidiger zum Einsatz kam, aus spitzem Winkel an KSV-Goalie Christopher Giuliani. Fünf Minuten später brandete erstmals in dieser Saison Torjubel durchs Tivoli. Der Brasilianer Soares „chipte“ ideal auf Marco Holz, der zunächst noch an Giuliani scheiterte, dann stolperte Paul Sarac den Ball ins eigene Gehäuse. Mit der knappen, aber letztlich durchaus verdienten 1:0-Führung beendete Schiedsrichter Florian Jäger die erste Halbzeit.

Jubel bei den Wacker-Kickern.
© gepa

Ronivaldo sorgte für die Vorentscheidung

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes musste FCW-Goalie Marco Knaller (53.) Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich durch Christoph Pichhorner zu verhindern. Dann waren die Tiroler wieder am Zug. Zunächst wurde ein Ronivaldo-Tor (62.) wegen Abseits aberkannt. Dann sorgte der Brasilianer für die Vorentscheidung. In der 79. Minute stand er genau dort, wo ein Torjäger zu stehen hat und bejubelte wenig später vor der Nordtribüne die 2:0-Führung.

Der Widerstand der Falken war gebrochen und der Himmel über dem Tivoli öffnete alle Schleusen. Im Gewitter-Starkregen wurde der Heimsieg relativ trocken zu Ende gespielt. In der Schlussphase war ein reguläres Fußballspiel auch kaum mehr möglich, es herrschte Weltuntergangsstimmung. Der Rasen stand unter Wasser, die Spieler fanden keinen Halt mehr, die Fans flüchteten in die oberen Etagen des Stadions und der Regen wurde immer ärger. Absolut grenzwertig, der Referee ließ nicht eine Sekunde nachspielen, das war auch gut so. Der Schlusspfiff war für alle Beteiligten eine Erlösung. Die FCW-Profis flüchteten nicht in die Kabine, vor den treuen Fans der „Nord“ wurde der Heimsieg ausgiebig gefeiert.

Fußball-Ergebnisse 2. Liga - 2. Runde

Freitag, 30.07.2021

FC Liefering - SKN St. Pölten 2:1 (0:0)

Wacker Innsbruck - Kapfenberger SV 2:0 (1:0)

SV Lafnitz - Austria Lustenau 1:4 (1:3)

GAK - SV Horn 1:1 (1:1)

Rapid Wien II - FC Juniors OÖ 0:0

FAC Wien - Young Violets Austria Wien 1:2 (0:1)

Samstag

FC Dornbirn - SKU Amstetten 20.00

Sonntag

Vorwärts Steyr - Blau Weiß Linz 10.30


Kommentieren


Schlagworte