Nach Hochwasser: Kufstein feiert die Helfer in der Not

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Aufräumen nach dem Hochwasser in Kufstein.
© Otter

Kufstein – Vor zwei Wochen wurde die Kufsteiner Innenstadt von einem katastrophalen Hochwasser verwüstet. Nach sintflutartigen Regenfällen waren alle drei Stadtbäche über die Ufer getreten und das Wasser überflutete Wohnungen, Keller und Tiefgaragen. In der Stunde der Not standen die Menschen zueinander. Neben den Feuerwehren begannen Hunderte freiwillige Helfer, den von der Katastrophe schwer getroffenen Menschen zu helfen, das Chaos der Katastrophe zu entfernen.

„Es war gewaltig, wie die Leute zusammengehalten haben. Auch die Feuerwehrmänner waren zu bewundern, die die Nacht durchgearbeitet haben und fast nicht zum Schlafen gekommen sind“, sagt Raphael Lechner, Wirt der Pure Lounge in Kufstein. Sein Betrieb sei nur minimal betroffen gewesen, trotzdem will er den Helfern Danke sagen.

Er organisiert für Sonntag von 12 Uhr bis 20 Uhr ein Kufsteiner Helferfest. Gedacht war es auf der privaten Terrasse. „Aber jetzt haben so viele zugesagt, dass wir auch den Fischergries nutzen.“ Die Stadt habe bei der Organisation geholfen. Helfer von Blaulichtorganisationen bzw. über die Stadt Kufstein vermittelte Ehrenamtliche dürfen gratis essen und trinken, die restlichen Gäste müssen für die Konsumation bezahlen. Das eingenommene Geld soll laut Lechner dem Hochwasserhilfsfonds der Stadt gespendet werden.

Auch das Freiwilligenzentrum KUUSK und die Stadt bedanken sich bei über 70 Freiwilligen, die sich nach der Überschwemmung in Kufstein spontan zur Hilfeleistung meldeten. Sie wurden Betroffenen, welche sich auf der Suche nach Unterstützung melden konnten, zugeteilt. In den stark mitgenommenen Straßen arbeiteten freiwillige Helfer aus ganz Tirol bis ins Wochenende hinein mit und waren vereinzelt auch noch eine Woche im Einsatz. Die Arbeit begrenzte sich aber nicht nur auf die Vermittlung von Freiwilligen, sondern das Zentrum war auch Anlaufstelle für die Bevölkerung. (TT, wo)

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