WSG-Coach Silberberger nach Diskussion über VAR: „Geben wir dem Ganzen Zeit"

Die Meinungen gingen vor allem nach dem Zweikampf zwischen dem Austrianer Fischer und WSG-Goalie Oswald, der verletzt ausgewechselt werden musste, auseinander.

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WSG-Trainer Thomas Silberberger weiß, dass die Leistung seines Teams noch "ausbaufähig" ist.
© HERBERT NEUBAUER

Wien - Die WSG Tirol eroberte am Sonntag einen Punkt beim 1:1 gegen die Wiener Austria. Im Mittelpunkt in Wien-Favoriten stand allerdings der VAR.

Weniger die nachvollziehbare Elfer-Entscheidung von Schiedsrichter Alan Kijas zur Führung der Tiroler war Thema, sondern ein als Foul des Austrianers geahndeter Zweikampf zwischen Manfred Fischer und WSG-Torhüter Ferdinand Oswald in der 40. Minute. Schmid sprach von einer Fehlentscheidung. Sein Gegenüber Thomas Silberberger hielt dagegen, dass Oswald zur Pause nicht ohne Grund ausgetauscht werden musste. Der Torhüter erlitt eine Verletzung am Knöchel. "Der Fuß ist tiefblau", berichtete Silberberger.

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Fischer hätte bei der Szene gegen den herausgeeilten Oswald eine gute Chance auf die Führung gehabt. Schmid führte seine Erfahrungen in der deutschen Bundesliga als Maßstab an. Er würde erwarten, dass die Aktion fertiggespielt wird. Danach könne der VAR noch immer eingreifen. Der ehemalige Co-Trainer von Peter Stöger bei Köln und Borussia Dortmund zeigte aber Verständnis: "Es war auch in Deutschland so, dass es nicht ganz klar war im ersten Jahr wann gepfiffen wird, wie schaut es aus. Man muss den Schiedsrichtern einfach Zeit geben."

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Silberberger sah ganz andere Probleme. "Es stört mich, dass die Spieler permanent intervenieren müssen", sagte der Tiroler, der dabei auch seine Schützlinge meinte. Auch sein Fazit nach zwei Runden lautete: "Geben wir dem Ganzen Zeit." Als Profiteur des VAR am Sonntag ärgerten die Wattener viel mehr die Eigenfehler. Djuricins Tor (80.) ging ein Missverständnis zwischen Raffael Behounek und Oswalds Ersatzmann Benjamin Ozegovic voraus.

Silberberger ortete insgesamt noch viel Arbeit. "Wir sind alle miteinander ausbaufähig", meinte er. Auch Giacomo Vrioni blieb bis auf sein Elfertor (45.+3) blass. "Ich habe ihn in der Vorbereitung schon besser gesehen", so der WSG-Coach. Ein Punkt gegen die Admira nach einem späten Gegentor, einer gegen die Austria: Der Saisonauftakt war für Wattens "vernünftig", wie Silberberger anmerkte. Nächste Woche gastiert der LASK in Innsbruck.

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