Adventkalender-Auktion in Lienz erbrachte neues Rekordergebnis

Die 23. Versteigerung von Adventkalender-Bildern spülte 48.150 Euro in die Kasse des Round Table Lienz.

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Erstmals fand die Auktion der Adventkalender-Bilder nicht im Jänner, sondern erst im Juli und im ehemaligen ÖBB-Heizhaus in Lienz statt.
© Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Die vergangene Auktion der Adventkalender-Bilder, die der Round Table Lienz seit 23 Jahren durchführt, erbrachte am Freitagabend wieder einmal ein Rekordergebnis: 48.150 Euro kann der Verein für in Not geratene Mitmenschen in Osttirol und Oberkärnten zur Verfügung stellen. „Es bedarf nur etwas Mutes, bitte seien Sie großzügig und öffnen Sie Ihre Brieftaschen“, hatte Round-Table-Präsident Johannes Kuenz die Auktion eröffnet. Und das Publikum ist der Einladung gerne nachgekommen, nur ein Werk fand erst in der zweiten Runde einen Käufer.

Der Adventkalender in den 24 Fenstern des Lienzer Rathauses, der Liebburg, findet Jahr für Jahr großen Zuspruch. Heimische Künstler stellen ihre Werke für den guten Zweck zur Verfügung. In den Fenstern der Liebburg sind im Dezember hinterleuchtete Reproduktionen der Originale zu sehen.

Jeden Abend wird ein Fenster geöffnet, umrahmt von einer kleinen Feier am Weihnachtsmarkt, der ebenfalls dort stattfindet. In den vergangenen 23 Jahren haben insgesamt 225 Künstler Arbeiten zur Verfügung gestellt. Normalerweise findet die Auktion der Originale Anfang Jänner statt.

„Als mir der Präsident mitteilte, dass wir aufgrund der Pandemie-Einschränkungen erst im Sommer und nicht in der Liebburg versteigern werden, war ich durchaus besorgt“, gestand Auktionator Stefan Taferner vor der Veranstaltung. „Umso mehr bedanke ich mich für Ihr zahlreiches Kommen. Die Sorge war unbegründet.“

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Den höchsten Zuschlag des Abends erzielte das Gemälde „Wetterleuchten“ von Leopold Ganzer mit 4600 Euro, gefolgt von Marlies Wagners „Analoge Confusion“ (4100 Euro). Oswald Kollreiders Aquarell „Arbeit im Weinberg“ wechselte für 3900 Euro den Besitzer. Mit den Erlösen werde schnell und unbürokratisch geholfen, betonen die Clubmitglieder.

Zum letzten Mal hat die ehemalige Direktorin des Lienzer Gymnasiums, Ulrike Strobl, im Zuge der Versteigerung kurze Einführungen zu den jeweiligen Werken geboten. Gekonnt informierte Strobl in den Jahren ihres Wirkens stets auch zu den Künstlern selbst.


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