Flugtaxi-Startup aus Deutschland will Markteintritt in Brasilien

Das deutsche Unternehmen Lilium entwickelt seit fünf Jahren einen hubschrauberähnlichen Senkrechtstarter und strebt damit nun einen Marktantritt in Brasilien an.

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Dem deutschen Entwickler werden gute Chancen nachgesagt.
© Lilium

München – Das deutsche Flugtaxi-Startup Lilium will auch in Brasilien an den Start gehen. Das Unternehmen erklärte am Montag, es verhandle mit der brasilianischen Fluggesellschaft Azul über den Verkauf von 220 Maschinen mit einem Gesamtwert von einer Milliarde US-Dollar (rund 840 Mio. Euro).

Azul werde demnach die Flotte betreiben und warten, während Lilium Ersatzteile und Material bereitstellen werde. Das Geschäft sei aber noch nicht unter Dach und Fach. Lilium plane, im Jahr 2025 in mehreren Regionen in Betrieb zu sein und Passagiere mit seinem siebensitzigen Senkrechtstarter zu befördern.

Zusätzlich erweiterte Lilium vor dem in einigen Wochen erwarteten Börsengang seinen Verwaltungsrat, hieß es weiter. Gabrielle Toledano und Henri Courpron ergänzten das Gremium, das vom ehemaligen Airbus-Chef Tom Enders geleitet werde.

Gute Chancen für deutsche Entwickler

Lilium will mit dem leeren Börsenmantel (Spac) Qell Acquisition verschmelzen und so durch die Hintertür an die US-Technologiebörse Nasdaq gehen. Details sollen den Anlegern noch am Montag bei einem Investorentag vorgestellt werden. Firmen rund um den Globus liefern sich aktuell ein kostspieliges Rennen um das erste Flugtaxi-Angebot. Den beiden deutschen Entwicklern Lilium und Volocopter werden gute Chancen nachgesagt. Lilium entwickelt seit fünf Jahren mit inzwischen rund 400 Ingenieuren einen hubschrauberähnlichen Senkrechtstarter, der über einen Elektroantrieb verfügt. (APA, Reuters)

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