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TT-Leitartikel zu Anleger-Hotels: Tirol muss Vorarlberger Weg einschlagen

Wifo-Experte warnt vor Anleger-Hotels für internationale Immobilien-Investoren. Auch Tirol müsste jetzt aufwachen.

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Leitartikel

Von Massimiliano Strozzi

In einigen Bundesländern wächst der Widerstand gegen so genannte Investorenmodelle. Dabei kaufen finanzstarke Anleger Wohnungen oder Chalets in einem bestehenden oder auf grüne Wiese neu gebauten (Hotel-)Komplex, die ein Hotelbetreiber dann an Urlauber vermietet. Lech hat unter dem neuen Bürgermeister unlängst aus der Praxis die Lehren gezogen und einstimmig einen zweijährigen Baustopp für Investorenmodelle beschlossen. Die Urlaubervermietung hielt sich demnach in Grenzen – „dunkle“ Häuser und leblose Chalets prägten zunehmend das Bild des Nobelskiorts, der Bürgermeister sprach vom Ausverkauf der Heimat. Lech hat inzwischen Verstärkung bekommen: Mehrere Gemeinden wollen eine „gemeinsame Front gegen den Ausverkauf der Heimat“ (O-Ton) durch Investorenmodelle aufbauen. Auch in Salzburg und der Steiermark wurde die Problematik erkannt. Dort sind es eher die Bürger, die protestieren. Nun warnt auch ein Tourismus-Ökonom des Wifo vor den Auswirkungen solcher Anleger-Konzepte für internationale Investoren.


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