Klimawandel: Immer mehr Schildkrötennester im Norden Italiens

Umweltaktivisten verzeichneten diesen Sommer überraschend viele Schildkrötennester im Norden Italiens. Die steigenden Temperaturen aufgrund von Klimawandel würden die Tiere in den Norden ziehen.

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(Symbolbild).
© Pixabay

Rom – In Italien konnten, so die italienischen Umweltschutzorganisation Legambiente, bis Anfang August so viele Schildkrötennester wie noch nie registriert werden. Mindestens 179 Nester der Schildkrötenart "Caretta caretta" (Unechte Karettschildkröte) entdeckten die Aktivisten von der Insel Lampedusa südlich von Italien bis Venetien in Norditalien. Grund dafür solle der Klimawandel mit den steigenden Temperaturen sein.

Die warmen klimatischen Bedingungen würden die Schildkröten immer weiter in den Norden Italiens für ihre Brutstätten locken. Die meisten Nester befänden sich jedoch immer noch im Süden Italiens. Besonders beliebt solle der Küstenstreifen Cilento in der süditalienischen Region Kampanien sein.

Ungefähr 500 Badeanstalten – darunter auch einige in Jesolo und der Toskana – würden mittlerweile auf schildkrötenfreundlicheres Verhalten achten. Beispielsweise werden einige Strände nun per Hand anstatt mit schweren Geräten, die die Tiere durch Lärm und Licht stören würden, gereinigt. Das Umdenken wird von Legambiente gelobt.

Zudem informiert die Umweltorganisation Strandbesucher vor Ort über die Schildkröten. Teilweise werden sogar sogenannte "Tartawatchers" (Schildkröten-Wächter) von Legambiente eingesetzt. Die Wächter stecken Zäune um die Nester die sie finden, um diese zu schützen. (APA, TT.com)


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