Dämpfer für millionenschweres Personalhausprojekt im Kühtai

Seit Anfang des Jahres beschäftigt das Personalhaus den Silzer Gemeinderat. Der Grundverkauf wurde an sich schon Ende Jänner beschlossen.

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Silz, Kühtai – „Jetzt wird es extrem knapp“, bedauert der Touristiker Mario Gerber. Der Silzer Gemeinderat hatte nämlich in der Vorwoche den Kaufvertrag und den Raumordnungsvertrag für sein geplantes zweites Personalhaus im Kühtai nicht zur Abstimmung gebracht, sondern nur beraten. „Weil die Unterlagen zu spät vorgelegt wurden“, erklärt Bürgermeister Helmut Dablander. Er selbst hätte die Punkte gerne behandelt, aber die Mehrheit des Gemeinderates berief sich auf die Kurzfristigkeit und Bestimmungen in der Tiroler Gemeindeordnung.

Während Gerber, der auch VP-Tourismussprecher im Landtag ist, um den Baubeginn Mitte September bangt, bleibt BM Dablander optimistisch, dass der Hotelier sein Vorhaben noch heuer beginnen könne. „Es fehlen ohnehin noch Widmung und Bebauungsplan – dann beschließen wir alle vier Dinge in der nächsten Sitzung.“

Seit Anfang des Jahres beschäftigt das Personalhaus den Silzer Gemeinderat. Der Grundverkauf wurde an sich schon Ende Jänner beschlossen. Gerber will dort 70 Zimmer für Personal bauen, dazu kommen eine Tiefgarage, eine Wäscherei und eine Großküche für Gerbers vier Hotels im Kühtai. Sieben Millionen Euro will er investieren. „Ich brauche die Personalzimmer“, betont der Hotelier und versichert in Sachen Raumordnung: „Solange die Familie Gerber hier ist, wird aus diesem Personalhaus sicher kein weiteres Hotel – wir haben ja schon vier Häuser.“

Das neue Personalhaus steht im engen Zusammenhang mit dem Umbau im Hotel Elisabeth. „Wir sollten jetzt zumindest im Herbst mit dem Betonieren der Bodenplatte beginnen können“, so Gerber. Die Verzögerung nun sei ärgerlich, andererseits verstehe er natürlich auch den Gemeinderat, wenn man es so genau nimmt. (pascal)


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