Masken im Handel: WK will Pflicht für alle oder keinen

Der Lebensmitteleinzelhandel kritisiert die immer noch bestehende Maskenpflicht. Die Verordnung gilt vorerst noch bis 22. August.

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Die WK will bei Masken gleiches Recht für alle.
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Innsbruck – Seit 22. Juli gilt die MNS-Pflicht im Handel nur noch an Betriebsstätten des täglichen Bedarfs, etwa in Supermärkten, Banken, Apotheken, Postgeschäftsstellen und Tankstellen. Die Verordnung gilt vorerst bis 22. August. Keine Freude hat damit der Lebensmitteleinzelhandel. Stefan Mair, Gremialobmann in der Wirtschaftskammer Tirol, sieht eine Ungleichbehandlung.

Der Handel motiviere die Mitarbeiter, sich impfen zu lassen, auch mit der Aussicht, dass dies in absehbarer Zeit Erleichterungen bringen würde. Die Situation sei für die Mitarbeiter sehr belastend und wirke sich eher destruktiv auf deren Engagement aus, so Mair gegenüber der . Das Argument, dass die MNS-Pflicht dem Lebensmittelhandel die Pflicht zur 3-G-Einlasskontrolle erspart, ist für Mair nicht nachvollziehbar, da der restliche Handel nicht nur von der Maskenpflicht befreit sei, sondern auch von der 3-G-Kontrollpflicht.

Laut Gesundheitsministerium besteht die MNS-Pflicht auch im öffentlichen Verkehr, in Krankenanstalten sowie Alten- und Pflegeheimen. „Umfasst sind also jene Orte, die zur Deckung der Grundbedürfnisse aufgesucht werden und auch von jenen Personen nicht gemieden werden können, die sich etwa aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können“, so das Ministerium. Dem hält Mair entgegen, dass es im Lebensmittelhandel weder irgendwelche Cluster noch Informationen über vermehrte Ansteckungen gebe noch gegeben habe. „Wir fordern den Gesundheitsminister auf, diese Regel zu überdenken und für alle Händler gleichermaßen fair und transparent zu gestalten“, so Mair abschließend. (hu)


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