Lage nach Hochwasser in Südtirol entspannt sich wieder

In Südtirol haben starke Regenfälle zahlreiche Bäche und Flüsse gefährlich hoch ansteigen lassen. Der Eisack überflutete Teile von Klausen, dort wurde Zivilschutzalarm ausgelöst.

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Bozen – Starke Regenfälle haben in der Nacht auf Donnerstag in Südtirol zahlreiche Bäche und Flüsse gefährlich hoch ansteigen lassen. In Klausen trat laut Südtiroler Medienberichten etwa der Eisack in der Früh über die Ufer. Gegen Mittag entspannte sich die Lage zusehends. Die Niederschläge waren nach Osten weiter gezogen und die Pegelstände gingen zurück.

Dennoch soll die Aufmerksamkeitsstufe zunächst noch aufrechterhalten werden. "Da die Böden gesättigt sind und mit weiteren Einsätzen der Geologen zu rechnen ist, wird die Aufmerksamkeitsstufe wegen möglicher Rutschungen und Steinschläge bis morgen (Freitag, Anm.) verlängert", erklärte der Direktor des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz Willigis Gallmetzer gegenüber dem Online-Portal "stol.it". Das hydrogeologische Gefahrenpotenzial wurde heruntergestuft, die Hochwassergefahr als niedrig eingeschätzt.

"Alle Pegel gehen derzeit zurück", gab auch der Direktor des Funktionsbereichs Wildbachverbauung, Fabio De Polo, Entwarnung. Aufgrund der zunehmenden Entspannung der Lage konnte in mehreren Orten bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen werden.

Auch in Klausen, wo der Eisack in der Früh über die Ufer getreten war, war die Situation gegen Mittag in den Uferbereichen wieder stabil. Die Feuerwehr hatte die Bürger dazu aufgerufen, die Autos aus den Tiefgaragen zu bringen. Es wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Über ganz Südtirol verteilt mussten überflutete Keller und Garagen ausgepumpt werden.

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Zudem wurde die Brennerbahn und die Brennerstaatsstraße bei Blumau nach einem Murenabgang gesperrt. 60 Freiwillige Feuerwehren mit rund 1.000 Mann standen landesweit im Einsatz. Es galt die zweithöchste von vier Warnstufen.

In der Landeshauptstadt Bozen wurde die Wasserrettungsmannschaft der Berufsfeuerwehr in der Nacht zu einem Einsatz beim Zusammenfluss zwischen Talfer und Eisack gerufen. Eine Person, ohne festen Wohnsitz, die auf einer Insel übernachtete, wurde durch das Hochwasser überrascht und konnte nicht mehr das Festland erreichen. Mit einem Raftingboot gelang es den Rettern, die Person in Sicherheit zu bringen. Sie wurde mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht. (APA/TT.com)


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