Wilde Verfolgungsjagd zwischen Tirol und Bayern endete in Unfall

Bei Kundl fiel am Donnerstag einer Streife ein Auto auf, das viel zu schnell unterwegs war. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf. Über die A12 raste der 28-jährige Lenker bis nach Bayern. Erst ein Unfall stoppte die wilde Fahrt.

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Rosenheim, Kiefersfelden – Die Verfolgungsjagd eines Rasers durch die Polizei aus Österreich und Deutschland über mehrere Autobahnen ist erst durch einen Unfall bei Achenmühle südöstlich von Rosenheim in Bayern zu Ende gegangen. Bereits am Donnerstagabend berichtet die deutsche Verkehrspolizei von dem Vorfall.

Ihren Anfang nahm die Verfolgungsjagd gegen 17 Uhr bei Kundl. Polizisten fiel ein Auto auf, das extrem schnell auf der Tiroler Straße (B 171) unterwegs war. Die Streife nahm sofort die Verfolgung auf. Der Autolenker raste weiter auf die Inntalautobahn (A12). Bei Radfeld streifte er einen Pkw bei einem gefährlichen Überholmanöver. Bei Wörgl beschädigte der Wagen mehrere Leitpflöcke. Schließlich durchbrach der Fahrer am frühen Abend die Kontrollstelle am Grenzübergang Kiefersfelden, wie die deutsche Polizei berichtete.

Er sei extrem schnell auf der A 93 Richtung Rosenheim gerast. Der Wagen mit italienischem Kennzeichen wurde bereits von mehreren Streifen aus Österreich verfolgt, wie es hieß. In Bayern hängten sich weitere Polizeikräfte auf die Spur des Rasers. "Aufgrund der halsbrecherischen Fahrweise verloren die Streifen das Fahrzeug auf der A 93 zunächst aus den Augen", schilderten die Beamten.

A 8 in Richtung Salzburg zeitweise gesperrt

Dann habe eine Streife der Grenzpolizei den Fahrer auf der Autobahn 8 an der Rastanlage Samerberg Süd beim Tanken gesehen. Die Auto-Jagd ging weiter. Der Verfolgte habe versucht, in Richtung Salzburg zu fliehen. Kurz nach der Anschlussstelle Achenmühle habe er jedoch im dichten Verkehr einen Unfall gebaut.

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Er streifte das Auto eines 55-Jährigen sowie einen Lastwagen und krachte demnach frontal in den Kleintransporter eines 56-Jährigen. Der 28-jährige Lenker wurde festgenommen. Der Verfolgte sowie der Fahrer des Kleintransporters seien leicht verletzt worden. Beide kamen in eine Klinik. Die A 8 war in Richtung Salzburg zeitweise gesperrt.

Die Behörden ermitteln unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, einem illegalen Autorennen und fahrlässiger Körperverletzung. Das Auto wurde laut Tiroler Polizei als gestohlen gemeldet. Die deutsche Staatsanwaltschaft habe Haftantrag gestellt. (TT.com, dpa)


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