Feierlich eröffnet: Bahnhof Schwaz spielt jetzt alle Stückerln

Nach zweijähriger Bauzeit und Investitionen von 30 Millionen Euro wurde aus dem Schwazer Bahnhof eine barrierefreie Mobilitätsdrehscheibe.

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Hubert Hager (ÖBB), BM Hans Lintner, LHStv. Ingrid Felipe, BM Karl-Josef Schubert und NR Hermann Weratschnig (v. l.) bei der Eröffnung.
© Dähling

Von Angela Dähling

Schwaz – Die rund 7000 Menschen, die täglich dort ein- und aussteigen, kennen ihn längst: den neuen Schwazer Bahnhof, der nach zweijähriger Umbauzeit gestern offiziell eröffnet wurde. 30 Mio. € wurden u. a. in Gleise, Weichen, Bahnsteige, Liftanlagen und eine vergrößerte Personenunterführung, in der LED-Streifen die Silberadern des Bergbaus symbolisieren, investiert. Der barrierefreie Bahnhof ist nun auch von Vomper Seite zugänglich, wo sich derzeit der P&R-Ausweichparkplatz befindet.

„Für mich ist das jetzt der Bahnhof Schwaz-Vomp“, sagte BM Karl-Josef Schubert (Vomp), der sich dafür einsetzen will, dass die Parkplätze auch nach der Fertigstellung jener auf Schwazer Seite erhalten bleiben. BM Hans Lintner (Schwaz) betonte, dass neben der Technik die menschliche Komponente am Bahnhof entscheidend sei. Denn viele Menschen bräuchten dort Ansprechpartner. Durch das österreichweit einzigartige Projekt „schranken-los“ und weitere Sozialprojekte habe man in Schwaz einen Geisterbahnhof verhindert. Verhindert wurde auch der Abriss des Bahnhofgebäudes, das für den Betrieb nicht mehr zwingend notwendig wäre.

LHStv. Ingrid Felipe lobte den Einsatz der Bürgermeister und Gemeinderäte: „Dass sie klare Ansagen und Druck machten, zahlte sich aus.“ Es gehe darum, „durch moderne, mit Park- und Radabstellplätzen ausgestattete Bahnhöfe den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern“, ergänzte Hubert Hager (ÖBB Infrastruktur).

Seit 2010 wurden 26 Bahnhöfe in Tirol modernisiert, 33 folgen laut Felipe noch.


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