Tempomessanlage in der Reichenauer Straße: „Schikane“ in der 50er-Zone

Ein Tempomessgerät in der Reichenauer Straße leuchtet bereits ab 40 km/h rot.

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Die Tempomessanlage in der Reichenauer Straße wurde gestern Nachmittag ausgeschaltet. Zuvor leuchtete die Anzeige bereits bei einer Geschwindigkeit ab 40 km/h rot auf, obwohl 50 km/h erlaubt sind.
© Rottensteiner

Innsbruck – So geht es nicht – sind sich ÖVP und FPÖ einig. Eine Geschwindigkeitsanzeigentafel im westlichen Teil der Reichenauer Straße ermahnt Autofahrer mit einer roten Anzeige, wenn sie schneller als 40 km/h unterwegs sind. Erlaubt sind entlang der Messstrecke aber 50 km/h. Für die ÖVP ist das eine lupenreine „grüne Verkehrsschikane“, wie Verkehrssprecherin Mariella Lutz sagt. „Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang, hier greift die grüne Verkehrsstadträtin eigenmächtig in den Verkehrsfluss ein.“ Durch diese Aktion sei der Verkehrssicherheit ein Bärendienst erwiesen worden, ist Lutz überzeugt.

Entsetzt zeigt sich auch FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger. „Stadträtin Uschi Schwarzl suggeriert den Autofahrern, dass sie bereits mit über 40 km/h zu schnell dran seien. Man stelle sich vor, die Polizei würde strafen, obwohl alles rechtens ist.“ Lassenberger will diese Art der „grünen Selbstjustiz“, wie er es nennt, nicht dulden und hat Stadträtin Schwarzl am Freitag noch aufgefordert zu handeln.

Aus dem Büro von Schwarzl hieß es am Freitagvormittag auf Anfrage der TT, dass der Farbwechsel deshalb auf 40 km/h eingestellt ist, weil das von den Mitarbeitern des Straßendienstes für eine sichere Geschwindigkeit gehalten werde. Es werde nicht gestraft, nur gemessen. Am Montag will man sich beraten, ob es bei der Einstellung bleiben wird.

Im Laufe des gestrigen Nachmittags wurde die Messanlage übrigens kurzfristig deaktiviert. (dd, TT)


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