Kompaktkombi Swace: Untypisches aus dem Hause Suzuki

Das gab es bis vor wenigen Monaten noch nicht von den Japanern: einen brauchbaren Kompaktkombi mit Vollhybridtechnik.

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Nicht auffällig, aber gefällig: der Swace von Suzuki, ein kompakter Kombi mit jeder Menge Alltagsstärken und zurückhaltendem Verbrauch.
© Höscheler

Von Markus Höscheler

Innsbruck – In einigen Belangen hat Suzuki, eine erfolgsverwöhnte Marke aus Fernost, zuletzt Federn lassen müssen: Das japanische Unternehmen musste Dieselaggregate aus dem Programm nehmen, obendrein Erfolgsmodelle aus einigen Märkten entfernen. Hintergrund dieser Entscheidungen: das Thema Luftschadstoffe. Selbstzünder und Klein(st)wagen galt nicht mehr als stimmig, das Kult-Mini-SUV Jimny fuhr trotz Neuauflage mit einem betagten Benzinmotor. Gleichwohl scheint Suzuki die Reduktion gut verkraftet zu haben, denn an Nachfrage an den bestehenden Modellen fehlt es nicht. Außerdem ist es dem Unternehmen gelungen, dank einer intensiven Kooperation mit dem Branchenprimus Toyota neue Modelle in den Handel zu bringen: das Kompakt-SUV Across mit Plug-in-Hybridtechnik und den Kompaktkombi Swace mit Vollhybridsystem.

Damit betrat Suzuki Neuland, denn bisher vertraute die Marke hauptsächlich einer nicht ganz so komplexen Mildhybridtechnik, die in den bestehenden Modellreihen verbreitet Anwendung findet und dazu beiträgt, die Kraftstoffverbräuche zu senken. Noch drastischer erfolgt dies jedoch mit den zugekauften Mitteln von Toyota, wie nicht zuletzt der Swace zeigt. Dessen Kombination aus einem Benzin- und Elektromotor, verbunden mit einer Systemleistung von 122 PS, kennen wir grundsätzlich zur Genüge aus vier verschiedenen Prius-Generationen. Dort hat sie schon ihr Bestes bewiesen, einmal mehr kann sie Gutes tun im Swace. Im bisherigen, gut vier Monate verweilenden Testverlauf genehmigte sich der 4,66 Meter lange Kompaktkombi 5,7 Liter Benzin je 100 Kilometer – ein überdurchschnittlicher Autobahnanteil eingerechnet. Dabei wurde das Fahrzeug nicht wirklich geschont, muss oft mit vier bis fünf Insassen sowie einem vollen Gepäckabteil zurande kommen. Beides bietet sich an, denn das Langheck versteht es bestens, ein gutes Raumgefühl zu vermitteln. Vorne wie hinten sitzen die Insassen bequem mit ausreichend Kopf- und Beinfreiheit, das Ladevolumen fasst zwischen knapp 0,6 und 1,6 Kubikmetern. Damit lässt sich allerhand transportieren, auch Sperriges wie etwa ein Mountainbike.

Unterm Strich erleichtert der Swace mit seiner unaufgeregten Erscheinung den beruflichen Alltag, kann mit ausgewogenem Fahrwerk und ausgeklügelter Antriebstechnik überzeugen. Und allein dies lässt über die eine oder andere lockere Plastikverkleidung im Kofferraum großzügig hinwegsehen.

Die Technik

Motor: Benzinmotor, E-Motor

Hubraum: 1798 ccm

Drehmoment: 142 Nm bei 3600 U/min

Leistung: 90 kW/122 PS

L/B/H: 4655/1799/1460 mm

Gewicht: 1400/1835 kg

Kofferraumvolumen: 596 – 1606 l

Tankinhalt: 43 l

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

0 – 100 km/h: 11,1 Sekunden

Verbrauch: 5,7 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis (inkl. Bonus): ab 26.690 Euro

CO2-Emission: 103 g/km

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