Drittes Remis im dritten Spiel: WSG Tirol erkämpft sich Punkt gegen den LASK

Auch in der dritten Runde der Fußball-Bundesliga spielt die WSG Tirol 1:1. Wie in den beiden Partien zuvor konnten die Wattener eine 1:0-Führung nicht erfolgreich verteidigen.

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WSG-Routinier Thanos Petsos (l.) im Duell mit LASK-Torschütze Mamoudou Karamoko.
© GEPA pictures/ Daniel Schoenherr

Wattens - Die WSG Tirol bleibt für den LASK ein unliebsamer Gegner. Am Sonntag trennten sich die beiden Teams in Innsbruck 1:1 (1:0) und sind damit nach drei Runden in der neuen Fußball-Bundesliga-Saison noch ungeschlagen. Für die Tiroler, die durch Giacomo Vrioni in der 28. Minute in Führung gegangen waren, war es das dritte Remis. Mamoudou Karamoko traf in der 60. Minute zum Ausgleich, nachdem der LASK über weite Strecken der ersten Hälfte nicht wirklich in der Partie gewesen war.

LASK-Trainer Dominik Thalhammer hatte mit einer nominell defensiveren Aufstellung überrascht, in der mit Thomas Goiginger ein Fixpunkt in der Dreier-Sturmreihe fehlte. Für ihn lief Hong Hyun-seok auf - für den Südkoreaner war es das Startelf-Debüt in der Bundesliga. Bei den Wattenern hütete Benjamin Ozegovic anstelle von Kapitän Ferdinand Oswald das Tor. Der kurz vor seiner Einbürgerung stehende Deutsche laboriert an einer Ristprellung.

Spielverlauf: Für die auffallenden Momente in der Anfangsphase sorgten am Tivoli die Hausherren. In der 4. Minute lief Thomas Sabitzer alleine aufs Linzer Tor, ein Abseitspfiff ließ den vom LASK ausgeliehenen Angreifer jedoch abstoppen. Eine ähnliche Situation ergab sich fünf Minuten später, als Linksverteidiger Leon Klassen zunächst am weit herausgeeilten Alexander Schlager scheiterte und dann den Abpraller nicht ins leere Tor, sondern an die Stange setzte. Zan Rogelj (17.), der später verletzt den Platz verlassen musste, ließ einen nicht sonderlich gefährlichen Distanzschuss los.

Auf der Gegenseite rettete Thanos Petsos auf der Torlinie, nachdem die Linzer über ihr Pressing einmal blitzschnell in den Tiroler Strafraum vorgestoßen waren. Sabitzer traf in der 26. Minute im Sechzehner nach Vrioni-Zuspiel das Bein eines LASK-Akteurs, Tobias Anselm fand eine Minute später in Schlager seinen Meister. Doch schon beim nächsten Angriff leistete Anselm mit einem Lauf über die linke Seite und dem Stanglpass in die Mitte die mustergültige Vorarbeit - Vrioni schloss völlig unbedrängt zum 1:0 ab.

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⚽ Admiral Bundesliga, 3. Spieltag

Sonntag:

WSG Tirol - LASK 1:1 (1:0)

  • Tore: 1:0 (28.) Vrioni, 1:1 (60.) Karamoko

SK Rapid Wien - WAC 3:0 (1:0)

  • Tore: 1:0 (22.) Fountas, 2:0 (52.) Fountas, 3:0 (53.) Fountas

Red Bull Salzburg - FK Austria Wien 1:0 (0:0)

  • Tor: 1:0 (72.) Adeyemi

Bereits am Samstag:

SK Sturm Graz - SCR Altach 3:1 (1:0)

  • Tore: 1:0 (17.) Gorenc-Stankovic, 1:1 (50.) Haudum, 2:1 (59.) Yeboah, 3:1 (79.) Yeboah (Foulelfmeter)

SK Austria Klagenfurt - TSV Hartberg 4:3 (2:1)

  • Tore: 1:0 (4.) Pink, 1:1 (25.) Heil, 2:1 (41.) Timossi Andersson, 3:1 (51.) Rieder, 3:2 (61.) Horvath, 4:2 (79.) Pink, 4:3 (88.) Horvath

SV Ried - FC Admira 2:1 (2:0)

  • Tore: 1:0 (14.) Bajic, 2:0 (26.) Chabbi, 2:1 (72.) Mustapha

Erst gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Athletiker auf, Ozegovic (45.) wehrte einen Schuss von Alexander Schmidt ab. In der Halbzeitpause stellte Thalhammer seine Dreier-Abwehr um und beorderte Philipp Wiesinger in die Mitte. Dario Maresic, der vor dem Gegentor das entscheidende Duell mit Anselm verloren hatte, musste für Yannis Letard Platz machen. Auf einmal präsentierte sich der LASK viel aggressiver und kam zu Chancen. Hong (49.) hatte bei einem Kopfball aus nächster Nähe noch Pech, doch Karamoko wuchtete den Ball während Dauerbetrieb im WSG-Strafraum zum 1:1 in die Maschen.

Salzburg schlägt Austria, Rapid fertigt WAC ab

Meister Red Bull Salzburg bleibt in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga makellos. Der Titelverteidiger besiegte am Sonntag in Wals-Siezenheim die Wiener Austria mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer steuerte Karim Adeyemi bei (72.), der damit nach drei Runden schon bei fünf Toren hält. Die Salzburger sind als einziges Team der Liga noch ohne Punktverlust. Die Austrianer halten hingegen weiter bei einem Zähler und bleiben vorerst an der elften Stelle.

Der erste Saisonsieg von Rapid in der Fußball-Bundesliga ist perfekt. Die Wiener setzten sich gegen den WAC mit 3:0 (1:0) durch jubelten nach dem 3:0-Heimerfolg gegen Anorthosis Famagusta in der Europa-League-Qualifikation über den zweiten Pflichtspielsieg innerhalb kürzester Zeit. Dafür hauptverantwortlich war der Grieche Taxiarchis Fountas, der mit einem Triplepack (22., 52., 53.) vor 13.100 Zuschauern im Allianz Stadion glänzte.

Die Wiener verbesserten sich mit nun vier Zählern in der Tabelle auf den sechsten Rang und schafften eine gelungene Generalprobe vor dem Drittrunden-Rückspiel auf Zypern in Larnaca am Donnerstag, wo es um den Aufstieg ins Play-off geht. Die ans Tabellenende gerutschten Kärntner hingegen kommen unter Neo-Trainer Robin Dutt weiter nicht in Fahrt. Der Deutsche wartet noch auf seinen ersten Ligasieg, einzige Ausbeute war bisher ein Punkt beim Auftakt-1:1 in Klagenfurt.

Zum Schluss war es ein offenes Match, beide Mannschaften suchten den Siegtreffer. Klassen prüfte erneut Schlager (74.), auch der LASK versuchte alles - zum Schluss mit den eingewechselten Goiginger und Husein Balic. Die letzte Chance hatte Karamoko, der über das Tor schoss (87.). Damit blieb es beim Remis. (APA)

Reaktionen zum Spiel WSG Tirol - LASK

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): "Die erste Halbzeit kann man aus unserer Sicht nicht besser spielen. Besser geht es kaum gegen eine Topmannschaft in Österreich. Mit dem Anpfiff zweite Hälfte haben wir dann komplett die Kontrolle verloren, der LASK ist auch etwas intensiver dahergekommen. So sind wir gefühlt bis zur 80. Minute unter Druck gestanden. Dann haben wir gemerkt, der LASK hat die Doppelbelastung, die LASK-Spieler haben schon Krämpfe gehabt. Dann wollten wir noch einmal den 'Lucky Punch' setzen, sind noch einmal aktiver geworden."

Dominik Thalhammer (LASK-Trainer): "Wir wussten vor dem Spiel, dass wir zwei gute Halbzeiten brauchen. Es ist uns nicht gelungen. Vor allem in der ersten Hälfte hatten wir eine Phase, wo wir in zwei, drei Kontersituationen hineingelaufen sind. Es war zu riskant, wie wir in der Phase gespielt haben. Die WSG hat schnell die Tiefe attackiert mit schnellen Spielern. Wir haben dann auch zwei wichtige Zweikämpfe beim Tor verloren. In der zweiten Hälfte waren wir klarer in der Restverteidigung und klarer in unseren Aktionen. Wir hätten es auch noch gewinnen können. Wir müssen es einfach schaffen, über weite Strecken des Spiels konstanter und stabiler zu agieren, dann bin ich zuversichtlich für den Rest der Saison."

⚽️⏱ Bundesliga Ticker-Nachlese, 3. Spieltag: WSG Tirol - LASK


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