Kritik aus Tirol an stockenden Hilfen für Privatzimmervermieter

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Viele Privatzimmervermieter warten auf den Ausfallbonus.
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Innsbruck – Bis zum vergangenen Frühjahr stand nicht jedem Privatzimmervermieter ein Corona-Ausfallbonus zu. Im April wurde der Ausfallbonus dann auf jene Privatzimmervermieter mit mehr als zehn Betten ausgedehnt, die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung nach §28 EStG erzielen.

Der Tiroler Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Tourismussprecher Gerald Hauser kritisiert die Auszahlungsmoral des Bundes. „Wir mussten mehr als 13 Monate kämpfen, damit es überhaupt eine Entschädigung für touristische Vermieter mit mehr als zehn Betten gibt, die mit §28 EStG (Vermietung und Verpachtung) abrechnen“, so Hauser: „Nun sind 16 Monate ins Land gezogen und viele Betriebe haben noch keinen Ausfallbonus in der Höhe von 25 Prozent vom Staat erhalten.“ Ansuchen für Entschädigungszahlungen seien viel zu kompliziert konzipiert. „Wenn ÖVP und Grüne so mit den Hotels umgegangen wären und diese bis heute noch keinen Cent gesehen hätten, dann wäre aber in dieser Republik Feuer am Dach.“

Laut Tourismusministerium sind mit Stand 8. August ca. 39.000 Anträge von touristischen Vermietern eingelangt. Diese würden auch laufend ausbezahlt.

Theresa Rainer vom Tiroler Privatvermieter-Verband berichtet, dass der Ausfallbonus vom Bund schon fließen würde. Viele hätten auch Geld erhalten. „Es wird aber auch viele geben, die noch nichts bekommen haben.“ (mas)

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