Projekt Busgarage in Innsbruck endgültig begraben

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Im Innsbrucker Rathaus stehen am heutigen Mittwoch wieder wichtige Entscheidungen an, unter anderem zu einem neuen Busleitsystem.
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Innsbruck – Wohin mit den Reisebussen in Innsbruck? In dieser Frage dreht sich die Stadt Innsbruck schon seit Längerem im Kreis. Eine mehrfach angedachte Bustiefgarage am Fennerareal dürfte nun aber ein für alle Mal abgehakt sein. Grüne, ÖVP und SPÖ erteilen dieser Lösung eine Abfuhr. Auch für einen oberirdischen Parkplatz am Hofgartenareal scheint sich keine Mehrheit zu finden.

Der Stadtsenat hat in seiner Sitzung heute Vormittag über ein neues, innovatives Busleitsystem zu befinden, für das die ÖVP bereits kräftig die Werbetrommel rührt (die TT berichtete). Das System fußt auf der Annahme, dass „der Bustourist der Zukunft ein höher gebildeter Gast ist, der als Teil einer heterogenen kulturinteressierten Gruppe reist“, erklärt Bürgermeister Georg Willi (Grüne). Nicht jeder Gast wolle demnach lediglich die Altstadt in zwei Stunden sehen. Das ausgearbeitete System sieht deshalb eine digitale Lenkung mit mehreren Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten über das Stadtgebiet verteilt sowie eine Kombination aus zentralen und dezentralen Busparkplätzen vor. „Je prominenter der Abstellplatz, desto teurer die Gebühr“, erklärt Willi, der auf eine breite Zustimmung bei der heutigen Stadtsenatssitzung hofft.

Die FPÖ will dem nicht zustimmen, weil das vorgelegte Projekt aus Sicht von Vize-BM Markus Lassenberger noch zu wenig ausgereift ist. (dd)


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