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Musik-Revolution mit weltweitem Echo: MP3-Erfinder Brandenburg im Interview

Karlheinz Brandenburg hat vor 30 Jahren das MP3-Format entwickelt und so die Musik-Welt revolutioniert. Nun will er Videokonferenzen erträglicher machen, wie er im Interview erklärt.

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Musikhören einst und heute: Der Mann mit Kopfhörer heißt Karlheinz Brandenburg und er hat am Fraunhofer Institut den „MPEG Audio Layer 3“ entwickelt – kurz MP3.
© Fraunhofer-Institut IIS

Von Matthias Christler

Innsbruck – Haben Sie schon von Karlheinz Brandenburg gehört? Vermutlich nicht. Aber garantiert hat jeder schon Musik gehört, die nur dank der Entwicklung von Karlheinz Brandenburg den Weg in Ihre Ohren gefunden hat. Der 67-jährige Mathematiker und Elektrotechniker aus Deutschland hat vor etwa 40 Jahren begonnen, ein Komprimierungsverfahren für Audiodateien zu entwickeln. Vor 30 Jahren wurde „MPEG Audio Layer 3“, kurz MP3, vorgestellt.

Die vereinfachte Erklärung: Es werden nur Signalteile gespeichert, die der Mensch auch hören kann. Somit benötigen die Dateien weniger Speicherplatz. Einerseits wurden so erst Musik zum Herunterladen und Streamingdienste möglich, andererseits brachen CD-Verkäufe ein und etablierte Plattenfirmen versanken in der Bedeutungslosigkeit. Kommende Woche wird Brandenburg in Wien bei der Jahrestagung für Akustik zu Gast sein und auch über neue Ideen sprechen.

Konsumieren Menschen heute so Musik, mit Smartphones und durch Streamingdienste, wie Sie es sich in den 80er-Jahren ausgemalt haben?


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