Olympia, und was nun? Von Tokio zurück in den „Alltag“

  • Artikel
  • Diskussion
Kein Sand im Getriebe: Für die Tiroler Profi-Golferin Christine Wolf geht es nach Tokio heute mit den Scottish Open weiter.
© gepa

Von Roman Stelzl und Benjamin Kiechl

Tokio – Der Vorhang ist gefallen, die olympischen Ringe sind abgebaut, das Spektakel Olympia 2021 in Tokio ist Geschichte. Für die Tiroler Teilnehmer heißt es erst einmal Luft holen – oder auch nicht.

Zumindest nicht für Christine Wolf. Die Profi-Golferin wird nach dem enttäuschenden Auftritt bei Olympia bereits heute wieder am Grün stehen und bei den prestigeträchtigen Scottish Open (1,5 Mio. US-Dollar) abschlagen. Dabei geht es für die 32-Jährige auch darum, ihren 15. Platz in der Jahreswertung der European Tour zu verteidigen oder zu verbessern.

Bei Kletterer Jakob Schubert ist nach der intensiven und gezielten Vorbereitung erst einmal Pause angesagt. Während die österreichischen Boulder-Meisterschaften in Graz gestern mit der Qualifikation begannen (der Fritzener Florian Klingler wurde Zweiter), nimmt sich der 30-jährige Olympia-Dritte eine Auszeit. Gut möglich, dass diese sogar bis zur WM in Moskau (RUS/16.–21.9.) dauert.

Für die Schwimmer Simon Bucher und Bernhard Reitshammer heißt es nur kurz abschalten. Der Absamer Reitshammer fliegt ebenso wie der Innsbrucker Bucher nach einem Kurzurlaub in der Heimat schon bald weiter nach Neapel (ITA) zur International Swim League (ab 26.8.).

Für Judoka Bernadette Graf könnte Olympia weit größere Tragkraft haben. Die 29-jährige Tulferin hat für heuer keine Wettkämpfe mehr auf dem Programm. Ob die Sommerspiele in Tokio der Schlusspunkt hinter einer erfolgreichen Karriere sein werden, soll sich schon bald entscheiden.

Eile mit Weile ist bei den beiden Olympia-Mountainbikern Laura Stigger und Max Foidl angesagt. Beide lassen die heute beginnende Europameisterschaft in Serbien aus. Dem St. Johanner Foidl hängen noch die Reisestrapazen nach, die Haimingerin Stigger nimmt lieber die WM (25.–29.8.) ins Visier.

Hoch her geht es im September für die Segler mit dem Terfener David Hussl. In seiner 49er-Klasse warten die Kieler Woche (ab 4.9.) sowie die EM in Thessaloniki (GRE/ab 14.9.).

Bei den Triathleten wird Luis Knabl international wohl noch pausieren. Der Pfaffenhofer steht auf der Startliste für den World Triathlon Cup in Karlovy Vary (CZE/11.–12.9.).


Kommentieren


Schlagworte