EM-Angriff von Mitterwallner auf Straße und Trail

EM im Doppelpack: Mona Mitterwallner greift in Novi Sad (ab heute) nach U23-Gold im Mountainbike. Im September startet die Silzerin bei der Straßenrad-EM.

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Tirols Mountainbike-Jungstar Mona Mitterwallner greift bei der EM in Serbien an, danach stehen WM und Straßen-EM auf dem Plan.
© APA/Scheriau

Von Roman Stelzl

Novi Sad – Europameisterschaft und Weltmeisterschaft am Mountainbike sowie die EM am Straßenrad binnen eines Monats: Nach den verpassten Olympischen Spielen könnte das Programm von Tirols Mountainbike-Jungstar Mona Mitterwallner kaum dichter sein. Bereits heute greift die 19-jährige Silzerin bei der EM in Novi Sad (SRB) im Teambewerb an, am Sonntag will sich die Trek-Vaude-Fahrerin nach dem Junioren-Sieg 2020 (Silber gab es 2019) ihr zweites EM-Gold in Folge holen. Es wäre das erste in der U23-Kategorie, in der Mitterwallner heuer im Weltcup mit vier Siegen in vier Rennen den Ton angab.

Nachdem auch die größte Herausforderin – Titelverteidigerin Loana Lecomte (FRA) – nicht mit dabei ist, stehen die Chancen noch einmal besser. „Das Ziel ist eine Medaille, jetzt natürlich umso mehr“, sagt Mitterwallner, „Die Strecke ist nicht typisch für Cross Country. Im Team Relay (Staffel, Anm.) werde ich schauen, wie sie mir liegt.“

Das Selbstvertrauen stimmt auf jeden Fall, am Wochenende gab es einen Sieg beim C1-Rennen in Dornbirn, auch Stigger (2.) und die Schweizer Olympia-Zweite Sina Frei (3.) hatten das Nachsehen.

„Ich habe das Rennen nicht verfolgt"

Der Sieg kam zur richtigen Zeit, denn die Enttäuschung nach der Nichtnominierung für Tokio war groß. „Ich habe das Rennen nicht verfolgt, habe das Handy ausgeschaltet. Es hat ziemlich weh getan, ich habe mich lieber auf das Training konzentriert. Denn manche Sachen kannst du nicht beeinflussen“, blickte die Junioren-Weltmeisterin auf die Sommerspiele zurück.

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Die statt ihr nominierte Stigger, die in Tokio das Rennen völlig entkräftet aufgeben musste, ist übrigens in Serbien nicht mit von der Partie. Die 20-jährige Haimingerin entschied sich erst am Montag gegen einen Start. Stigger gönnt sich eine Pause und nimmt lieber die WM in Val di Sole (ITA/24. bis 29. August) ins Visier. In Dornbirn holte Stigger vergangene Woche noch den Short-Track-Meistertitel.

Pause gibt es für Mitterwallner so schnell keine. Nach der WM startet sie (so der aktuelle Plan) bei der Straßenrad-EM in Trient (ITA/8.–12.9.). In der Olympia-Rad-Quali war sie ja nur Anna Kiesenhofer unterlegen, der späteren Olympiasiegerin. „Da war ich unvorbereitet. Bei der EM geht es in erster Linie ums Mitfahren.“

Mitterwallner ist in Serbien eine von gleich sieben Tirolerinnen. Anna Spielmann greift ebenso in der Elite an wie Karl Markt und Gregor Raggl. Mario Bair und Tamara Wiedmann starten in der U23, Samuel Gabel bei den Junioren.


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