Hilux: Toyotas unbesiegbarer Alleskönner

Toyota spendiert seinem Lastentier – dem Hilux – für das heurige Modelljahr einen neuen Power-Diesel.

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Egal ob im harten Gelände oder in der Stadt: Der Toyota Hilux macht eine gute Figur.
© Letzner

Von Lukas Letzner

Innsbruck – Der Toyota Hilux ist seit über 50 Jahren ein fixer Stern im Programm der Japaner und auch die aktuelle Generation des Alleskönners rollt schon seit 2015 über unsere Straßen. Zeit also, den Nippon-Pick-up etwas aufzufrischen. Das haben sich zumindest die japanischen Ingenieure gedacht und so bekam der Hilux für das heurige Modelljahr eine Frischzellenkur spendiert. Wir durften ihm kürzlich etwas genauer unter die Haube äugeln.

Zu erkennen ist der Pick-up vor allem an der überarbeiteten Frontpartie, die den ohnehin schon kräftig wirkenden Hilux jetzt noch bulliger wirken lässt. Zudem sorgt die Ausstattungslinie Invincible – über die unser Testwagen verfügte – mit ihrer Kotflügelverbreiterung, der geänderten Frontstoßstange und den schicken 18-Zöllern auch optisch für ordentlich Wind. Schon im Stand sieht man ihm an, dass er nicht mehr nur das Arbeitstier sein will, sondern auch dem hippen Lifestyle-Kunden gefallen möchte. Und das gelingt ihm auch!

Als wir den Innenraum des Hilux erklimmen, sind wir ebenso angenehm überrascht. Die Insassen werden von bequemen Ledersesseln in Empfang genommen und die Verarbeitung des Cockpits ist top. Zwar gibt es nach wie vor viele Schalter für Fahrmodi, Klima oder Ähnliches, das Cockpit wird jetzt aber von einem 8 Zoll großen Touchscreen dominiert. Die Anbindung ans Smartphone funktioniert im Handumdrehen und dank Car-Play fällt die Bedienung kinderleicht. Beschallt werden wir vom wirklich fähigen JBL-Soundsystem samt Subwoofer. Von der hemdsärmeligen Anmutung vergangener Tage ist jedenfalls nichts mehr übrig. Der Innenraum bietet zudem viele Ablagen und zumindest vorne reichlich Platz. In der hinteren Reihe sitzt man – Pick-up-typisch – etwas beengter und hat die große Ladefläche im Nacken. Wer nun befürchtet, dass der Hilux zum Weichei verkommen ist, der irrt aber. Er kann immer noch eine Mindestzuladung von 855 Kilogramm (je nach Ausstattung) stemmen und bei Bedarf gebremste 3,5 Tonnen ziehen. Der Fahrer kann außerdem weiterhin den Allradantrieb nach Wunsch zuschalten, und es gibt eine Differenzialsperre für die Hinterachse. In Kombination mit der großen Bodenfreiheit kommt der Nippon-Pick-up auch in härterem Gelände prima voran. Um mit solchen Bedingungen zurechtzukommen, braucht man ordentlich Schmalz – und davon hat der Geländegänger reichlich. Der neue 2,8-Liter-Diesel lässt 204 Pferde antraben und stemmt maximal 500 Nm auf die Kurbelwelle. Die 6-Gang-Automatik ist zwar nicht die schnellste, passt aber sehr gut zum Charakter des Fahrzeugs und sorgt für einen sanften Gangwechsel.

Normalerweise erwähnen wir bei einem Pick-up nur der Vollständigkeit halber die Leistungsdaten, doch auch hier weiß der Hilux zu überzeugen: Den Standard-Sprint absolviert er in 10,7 Sekunden (ein wirklich guter Wert für so ein Fahrzeug) und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h. Ist die einmal erreicht, dann läuft der Japaner auch sehr leise. Die Langstrecke wird so zum Vergnügen und der Hilux schafft es, die Geländegängigkeit und Ladeleistung eines harten Offroaders mit dem Luxus eines noblen Pkw zu vereinen.

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