Remis-Könige aus Wattens: WSG Tirol verspielte auch beim WAC Führung

Viertes Spiel, viertes Unentschieden: Die WSG bleibt in der Bundesliga weiter ungeschlagen, muss aber auch weiter auf den ersten Sieg warten. Gegen den WAC gingen die Tiroler am Samstag gleich zweimal in Führung, mussten aber jeweils den Ausgleich hinnehmen.

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Tobias Anselm traf zum zwischenzeitlichen 2:1 für die WSG.
© GERT EGGENBEGERGER

Wolfsberg – Der WSG Tirol will der erste Saisonsieg einfach nicht gelingen. Wie in den drei Spielen zuvor gegen die Admira, die Austria und den LASK (jeweils 1:1) lag die Elf von Trainer Thomas Silberberger auch am Samstag in Wolfsberg in Führung - sogar zweimal - und musste sich am Ende mit einem Zähler begnügen.

Dem 1:0 von Fabian Koch (5.) und dem 2:1 von Tobias Anselm (60.) antwortete WAC-Stürmer Tai Baribo mit einem Doppelpack (32., 66.). Für die WSG bedeutete das 2:2 das vierte Unentschieden im vierten Saisonspiel. Für den WAC war es der zweite Punkt in der laufenden Saison. Die Kärntner übergaben damit die Rote Laterne vorerst an die Austria.

⚽ Bundesliga, 4. Spieltag

WAC - WSG Tirol 2:2 (1:1)

  • Tore: 1:0 (5.) Koch, 1:1 (32.) Baribo, 1:2 (60.) Anselm, 2:2 (66.) Baribo

TSV Hartberg - SV Ried 1:1 (0:1)

  • Tore: 0:1 (45.+1) Reiner, 1:1 (56.) Horvath

FC Admira - Red Bull Salzburg 0:1 (0:0)

  • Tor: 0:1 (81.) Adamu

Sonntag:

  • SCR Altach - Rapid Wien 17.00 Uhr
  • LASK - Sturm Graz 17.00 Uhr
  • Austria Wien - Austria Klagenfurt 17.00 Uhr

Zum Spielverlauf: Mario Leitgeb feierte nach dem Ende seiner Rotsperre sein Saison-Debüt für den WAC, für ihn musste Kai Stratznig auf die Bank. In der Innenverteidigung gab Trainer Robin Dutt Ex-WSG-Spieler David Gugganig den Vorzug auf Kosten von Luka Lochoshvili. Silberberger ließ hingegen seine Startelf im Vergleich zur LASK-Partie unverändert. Beide Teams strebten ihren ersten Saisonerfolg an und suchten daher folgerichtig ihr Heil in der Offensive.

So dauerte es keine fünf Minuten, bis es 1:0 stand, und zwar für die Gäste. Thomas Sabitzer schickte Zan Rogelj mit einem Diagonalpass auf die Reise. Der 21-jährige Slowene passte zurück auf Koch, der freistehend vom rechten Strafraum-Eck abzog und den Ball unter freundlicher Mithilfe von WAC-Goalie Manuel Kuttin im kurzen Eck versenkte. Es war das 14. Bundesligator für den Defensiv-Routinier. Der Kärntner Torhüter Kuttin, der dabei schmerzhaft mit der Torstange kollidierte, sah nicht gut aus bei diesem Treffer.

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Der Schock beim WAC währte nur kurz. Bei einem schnellen Gegenstoß bediente Michael Liendl seinen Stürmer Baribo, der links frei vor Benjamin Ozegovic auftauchte und am Tiroler Keeper scheiterte (9.). Der Abpraller landete wieder beim Israeli, seinen Nachschuss fälschte Ozegovic ab und wurde dann von Maxime Awoudja auf der Linie geklärt - allerdings mit der Hand. Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca entschied auf Eckball, diese Entscheidung hatte auch nach der VAR-Überprüfung Bestand. Unverständlich, da die Zeitlupe ein klares Handspiel von Awoudja zeigte.

In der Folge übernahm der WAC das Kommando, lief allerdings immer wieder in Konter. Giacomo Vrioni (21.) und Tobias Anselm (27.) ließen das 2:0 liegen. In der Folge erhöhte der WAC den Druck und verpasste den Ausgleich gleich dreimal nach Standards jeweils durch Kopfbälle von Gugganig (29./30.), der an Ozegovic scheiterte, sowie durch Leitgeb (30.), dessen Kopfball Anselm auf der Linie klärte. Folgerichtig fiel dann das 1:1. Baribo tankte sich mit Ballglück durch die WSG-Verteidigung und erzielte sein erstes Tor für den WAC (32.). Bis zur Pause blieben die Kärntner am Drücker, verpassten aber erneut durch Baribo die Führung, der an Ozegovic scheiterte (39.).

Zur Pause nahm WSG-Coach Thomas Silberberger den überforderten und bereits verwarnten Thanos Petsos aus dem Spiel und brachte für ihn Valentino Müller. Das zeigte Wirkung, die Tiroler Defensive agierte nun wesentlich geordneter und Müller setzte auch Akzente nach vorne in Form eines Warnschusses (53.), der knapp am WAC-Tor vorbeistrich. In der 60. Minute machte es Anselm besser, der nach einem langen Ball von Koch an Kuttin vorbeiging und ins leere Tor einschob.

Die Wolfsberger standen mit dem Rücken zur Wand und reagierten umgehend. Dutt brachte Eliel Peretz für Christopher Wernitznig und das machte sich sofort bezahlt. Eine israelische Koproduktion führte zum Ausgleich: Peretz bediente Baribo mit einem feinen Pass, Barico bezwang Ozegovic ein zweites Mal (66.). Im Anschluss verflachte das Spiel ein wenig, nicht zuletzt auch durch viele Wechsel. Die Gäste kamen kaum mehr in Bedrängnis. In der Nachspielzeit vergab zunächst der eingewechselte Wallner per Kopf und Schulter den Matchball (92.), auf der anderen Seite verpasste Peretz den "Lucky Punch" (94.).

Vierter Sieg im vierten Spiel für Salzburg

In den weiteren Samstagsspielen baute Meister Salzburg seine Siegesserie beim 1:0 gegen die Admira weiter aus und feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Play-off kommende Woche gegen Bröndby. Der TSV Hartberg und die SV Ried trennten sich 1:1-Unentschieden. (TT.com)

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