Laborergebnisse für das Fischsterben in der Fischa liegen vor

Im Juli waren schätzungsweise 90 Prozent des gesamten Fischbestands in der Fischa in Wiener Neustadt verendet. Nun sind die Laborergebnisse da. Die Ermittlungen zu Ursachen laufen auf Hochtouren.

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Schätzungen zufolge waren 90 Prozent des gesamten Fischbestandes von den Verschmutzungen betroffen. (Symbolbild).
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Eggendorf – In Bezug auf das Sterben zahlreicher Fische in der Fischa im Bezirk Wiener Neustadt liegen nun die Laborergebnisse vor. Festgestellt wurde unter anderem eine erhöhte Nitritbelastung, bestätigte Bezirkshauptmann Markus Sauer am Dienstag einen Kurier-Onlinebericht. Als Grund für das Fischsterben gelte Sauerstoffmangel. Ermittlungen zu möglichen Verursachern liefen indes "auf Hochtouren", sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner auf Anfrage.

Typische Werte, die auch im Abwasser vorkommen

Sauer zufolge wurden im biologischen Gutachten auch erhöhte Werte von Stickstoff, Phosphor und Chlorid hervorgehoben. In Kombination mit dem Nitrit seien dies "typische Belastungsparameter, die auch im Abwasser vorkommen". Bei später durchgeführten Messungen seien die angesprochenen Werte wieder "im grünen Bereich" gewesen.

Die massiven Verunreinigungen der Warmen Fischa waren nach heftigen Niederschlägen am 17. und 18. Juli festgestellt worden. Das Revier ist etwa neun Kilometer lang, beginnt bei Wiener Neustadt und geht flussabwärts bis Ebenfurth. Betroffen waren einer Schätzung zufolge bis zu 90 Prozent des gesamten Fischbestandes, darunter vorwiegend Bachforellen, aber auch Regenbogenforellen und Äschen. (APA)


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