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TT-Analyse zur Feuerwehr: Wer gut ausgerüstet ist, fühlt sich wertgeschätzt

Stundenlang im Regen, mit den Füßen im Wasser gestanden, Sandsäcke geschleppt, Schlamm aus Kellern und von Straßen geschaufelt. Einsatz zu Ende. Schulterklopfer. Toll gemacht. Weiter so. Beim nächsten Mal dann bitte wieder. Danke.

Ein gutes Worte kostet nichts. Und nachdem die Feuerwehr bei Naturereignissen zu Hilfe eilte, wird es oft gesprochen. Vom Betroffenen bis zur Politik aufwärts. Umsonst ist das freilich nicht, denn Anerkennung haben sich Tausende Männer und Frauen, die sich in Tirol zu jeder Tages- und Nachtzeit bei Katastrophen unentgeltlich in den Dienst ihrer Nächsten stellen, redlich verdient. Nur auf Dauer scheint das etwas billig. Um Freiwillige auch langfristig zu motivieren, braucht es mehr als nur Lobpreis.

Allein heuer haben Mitglieder der heimischen Feuerwehren 73.500 Stunden Arbeit in Zusammenhang mit Unwettern und Elementarereignissen geleistet. Der Klimawandel sorgt dafür, dass Jahre kommen werden, in denen diese Zahl noch um vieles höher sein wird. Wie also die Leidenschaft und Begeisterung der Einsatzkräfte halten, bei zunehmender psychischer und physischer Belastung? An falschen Stellen zu sparen, könnte dem Land und seinen Bewohnern teuer zu stehen kommen. Besonders Wehren in nicht allzu großen Gemeinden und Dörfern fällt es immer schwerer, neue Geräte oder Fahrzeuge anzuschaffen. Die Kosten für diese Anschaffungen steigen überproportional, mehr Geld von der öffentlichen Hand gibt es kaum. Steuererleichterungen – wie es sie bei Rettungsdiensten schon gibt – oder das Aufstocken der Fördertöpfe sind notwendig, damit die Organisationen in ihrer jetzigen Form erhalten werden können.

Wertschätzung beginnt im Kleinen, darf in diesem Fall aber dort nicht aufhören. Wer gut und auf dem aktuellsten Stand ausgerüstet zu Muren oder Hochwassern anrücken darf, fühlt sich sicher und geachtet. Am Ende profitieren von der Unterstützung für die Helfer jene, die ihre Hilfe in herausfordernden Stunden brauchen.

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