Nach 17 Jahren im Amt: Schwoichs Altbürgermeister verabschiedet

Nach 17 Jahren im Amt dankte Josef Dillersberger 2020 ab. Nun konnte die Feier nachgeholt werden.

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VBM Martin Gschwentner (l.) und BM Peter Payr (r.) dankten Altbürger­meister Josef Dillersberger mit Gattin Christiane für seine Dienste.
© Nageler

Schwoich – Still und leise durch die Seitentür – so musste sich Schwoichs Altbürgermeister Josef Dillersberger im April 2020 aus der Gemeindepolitik verabschieden. „Nach 17 Jahren als Bürgermeister, elf Jahren als Vizebürgermeister, zwölf Jahren als Gemeindevorstand und Gemeinderat, also nach insgesamt 40 Jahren im Dienste der politischen Gemeinde ein wahrlich trauriger Abgang. Doch die Corona-Pandemie hat nicht mehr zugelassen“, erinnert sein Nachfolger, BM Peter Payr, bei den kürzlich nachgeholten Feierlichkeiten an die damalige Situation.

Umso eindrucksvoller war das Bild, das sich am Sonntag am Schwoicher Dorfplatz bot: Musikkapelle, Schützenkompanie und -gilde, Feuerwehr, Sängerrunde, Kirchenchor, Kassettlfrauen, zahlreiche Abordnungen von Schwoicher Vereinen, viele Mitstreiter und Weggefährten aus der Bevölkerung waren gekommen, um Dillersberger in einem würdevollen Rahmen offiziell aus der Gemeindepolitik zu verabschieden. Die Pfarre überreichte als Geschenk eine Statue des hl. Josef.

Josef Dillersberger trat 2003 das Amt des Bürgermeisters an und hat die Gemeinde Schwoich in seiner Amtszeit nachhaltig geprägt. In seiner Ära wurden zahlreiche Projekte verwirklicht, so etwa die Umgestaltung des Dorfplatzes, der Um- und Ausbau des Schulgebäudes samt Mehrzwecksaal, die Sicherung der Wasserversorgung, der Bau der Beschneiungsanlage am Hochfeld oder der Neubau des Fußball-Kabinengebäudes. Seine Handschrift tragen auch die Siedlung „Stöfflweg“ und der Neubau des Kindergartens, der 2020 eröffnet wurde. Auch überregional war Dillersberger in Gremien aktiv, etwa als Obmannstellvertreter im Krankenhausverband, als Obmann im Sozialsprengel oder seit 40 Jahren als Leiter der Erwachsenenschule.

„Viele Grundlagen unserer Dorfgemeinschaft, unseres Zusammenlebens tragen deine Handschrift“, resümierte Payr. „Bitte bewahrt euch den Zusammenhalt und dieses so starke Wir-Gefühl. Das ist etwas ganz Besonderes in Schwoich!“, appellierte Dillersberger an die Schwoicher. (TT)


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