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Landespolitik in Kürze

Streit um Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber

Wer arbeitet und wer darf arbeiten? Das wird diskutiert.
© Böhm

Auf die Aussage von Wirtschaftslandesrat Anton Mattle im TT-Interview, wonach es neben Fachkräften auch an klassischen Hilfskräften mangle, reagiert der Wirtschaftssprecher der Grünen, Georg Kaltschmid. Er fordert reguläre Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber. Für Kaltschmid scheitert es in Tirol nicht nur an zu wenigen Arbeitskräften. „Es scheitert am politischen Willen, dass AsylwerberInnen eine echte Chance am freien Arbeitsmarkt bekommen. Und das trotz der Tatsache, dass das Höchstgericht ein richtungsweisendes Urteil gestellt hat.“

Die grüne Soziallandesrätin Gabi Fischer hatte gleich argumentiert und ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher Populismus vorgeworfen. Die ÖVP will den Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber weiter beschränken. Auf der anderen Seite kritisiert Wirtschaftsbund-Obmann Franz Hörl, „dass nur 50 Prozent der anerkannten Flüchtlinge von 2015 einen Job haben“. Er würde sich eine Quote jenseits der 95 Prozent wünschen. 2015 seien vorwiegend junge, arbeitsfähige Männer ins Land gekommen. Jobs gebe es genug, meint Hörl. (TT)

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