Wirtschaft will mit Kreativität Fachkräfte finden

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Stefan Bletzacher und Martina Entner zeigen die wirtschaftliche Lage des Bezirks Schwaz auf.
© Fankhauser

Schwaz – Die Zahlen im Bezirk Schwaz sprechen für sich: 30.310 unselbstständig Beschäftigte, 5230 Unternehmen, 309 Neugründungen, 1472 Lehrlinge und gut 7,7 Mio. Nächtigungen. Laut Wirtschaftskammer zeigen diese Daten aus 2020 und neue Tendenzen, dass der Aufschwung rascher kam als gedacht.

„Die Sommersaison war wirklich gut voriges Jahr, sonst wäre es deutlich mehr als ein Minus von zwei Millionen Nächtigungen geworden“, sagt WK-Obfrau Martina Entner. Dennoch wird nicht nur im Tourismus, sondern in allen Branchen händeringend nach Fachkräften gesucht. Die Zahl der beim AMS als offen gemeldeten Stellen befand sich Ende Juli am Höchststand. „Es fehlen rund 2250 Mitarbeiter“, rechnet WK-Bezirksstellenleiter Stefan Bletzacher vor. Dass viele Betriebe frei gewordene Stellen gar nicht mehr melden, könne er verstehen. „Die Verdrossenheit ist da wirklich groß“, sagt er. Das sei aber kein Schwazer Problem, sondern eines, das ganz Europa betreffe. Man müsse den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt erleichtern und international Netzwerke aufbauen. „Da wird es gerade im Tourismus Modelle brauchen, wo man z. B. einen Australier herholt, der drei Tage arbeitet und vier Tage Ski fahren lernen kann“, sagt Entner.

Interessant ist auch, dass zunehmend mehr Schwazer im Vorjahr den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt haben. „Vor allem im Bereich Online-Shop, IT und in der Baubranche“, weiß Bletzacher. Und das seien nicht nur Junge, „auch ältere Schwazer haben sich teils ihren Traum erfüllt und etwas Neues gestartet“. (emf)

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