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TT-Leitartikel: Tiroler Bauern in der falschen Auslage

Jetzt geraten auch Bauernhöfe in das Visier von finanzstarken Investoren. Die Interessenvertreter wollen gegensteuern, doch sie befinden sich in der Zwickmühle von tristen finanziellen Zukunftsaussichten der Bauern und landeskultureller Identität.

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Peter Nindler

Leitartikel

Von Peter Nindler

Der Druck auf den Tiroler Bodenmarkt ist enorm und nimmt weiter zu: Die Zinsen sind im Keller, deshalb wird Kapital in Immobilien angelegt. Betongold ist das eine, mit Grundstücken lässt es sich allerdings ebenfalls gut verdienen. Und dann kommen noch die Bauernhöfe mit zum Teil großen Freilandflächen. Bauernland in Bauernhand, das war einmal. Zwar gibt es nach wie vor Schranken beim Erwerb, weil die Stärkung bzw. Schaffung eines lebensfähigen Bauernstandes verfassungsgesetzlich gesichert und vom Europäischen Gerichtshof „als im Allgemeininteresse gelegene Zielsetzungen“ anerkannt sind. Doch Papier ist geduldig, Investoren mit landwirtschaftlichen Betriebs- und Verpachtungskonzepten treten gehäuft als Interessenten und Käufer auf.


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