Iseltal-Radweg führt über Straßen

Trotz langjähriger Bestrebungen weist der Radweg von Lienz bis nach Matrei immer noch Lücken auf.

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Der Iseltal-Radweg fristet im Vergleich zur Strecke ins Pustertal immer noch ein Schattendasein.
© Blassnig

Lienz – Der Ausbau des Iseltal-Radweges von Lienz bis nach Matrei i. O. sei inzwischen wirklich dringend. „Dieser Wunsch wird bei unseren Gästebefragungen am häufigsten geäußert“, berichtet Oskar Januschke vom Stadtmarketing in Lienz. Auch Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes und verantwortlich im Verein Radwege Osttirol, drängt auf eine baldige Lösung. Denn während man am Drauradweg von Innichen nach Lienz täglich Tausende Radler auf Leihrädern zählt, muss der Iseltal-Radweg ein von Touristen beinahe unbeachtetes Dasein fristen. Januschke spricht zwar auch beim Drauradweg von einem Rückgang von 15 bis 20 Prozent bei den italienischen Radlern. Vermutlich sind Unsicherheiten bei den Covid-Einreisebestimmungen heuer der Grund dafür, dass ein Teil der Gäste auf italienischem Staatsgebiet bleibt. Doch ins Iseltal gelangen auswärtige Radfahrer bisher kaum.

Die Strecke ist 29 Kilometer lang. Zum größten Teil ist der Weg asphaltiert, wobei man offiziell von St. Johann im Walde bis nach Huben auf der Kienburger Landesstraße unterwegs ist. Viele nutzen dennoch einen geschotterten Uferbegleitweg an der Isel. Die beiden Gemeinden St. Johann und Matrei haben schon vor zwei Jahren ein Ansuchen gestellt, diesen Uferweg asphaltieren und künftig als Radweg nutzen zu dürfen. Eine Entscheidung der Behörde gibt es dazu noch nicht. In Huben wechselt der Radweg auf die Sonnenseite und wird weiter wieder über eine wenig befahrene Landstraße geführt. Nach dem Klauswald müssen die Radler ein kurzes Stück auf der Felbertauernstraße zurücklegen und diese queren, bevor es wieder die Isel entlang bis ins Zentrum von Matrei geht. Künftig soll eine bestehende Nebenfahrbahn an der Felbertauernstraße über Seblas bis zum Klauswald zum Radweg ausgebaut werden. (bcp)


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