Betrunkene biss Polizisten in Wien: Beamter muss nun zum HIV-Check

Erst bauten sie betrunken und ohne Führerschein einen Unfall, flüchteten dann von der Unfallstelle und kehrten dann zurück, um mit den Polizeibeamten zu streiten und zu randalieren. Ein Beamter wurde so tief gebissen, dass er nun eine Ansteckung mit Infektionskrankheiten fürchten muss.

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(Symbolfoto)
© HELMUT FOHRINGER

Wien – Eine betrunkene 25-jährige Beifahrerin hat in der Nacht auf Donnerstag in Wien-Favoriten Polizisten gebissen. Zunächst hatte ihre 27-jährige Freundin am Steuer eines Pkw im Rausch, aber ohne Führerschein, in der Quellenstraße einen Unfall gebaut, indem sie gegen einen geparkten Lkw gekracht war. Die beiden Frauen waren zunächst geflüchtet, kehrten aber – warum auch immer – zurück, als die Polizei am Unfallort erschien.

Sie verhielten sich laut Polizeisprecher Christopher Verhnjak sehr aggressiv und beschimpften die Beamten lautstark. Letztlich nahmen die Uniformierten das renitente Duo fest. Die Lenkerin verweigerte sowohl den Alkotest als auch die Untersuchung durch einen Amtsarzt. Ihre Freundin randalierte unterdessen im Arrestbereich des Favoritner Stadtpolizeikommandos. Drei Beamte wurden durch Schläge, Tritte und Bisse verletzt.

Einer musste aufgrund der Tiefe seiner Bisswunde zu einer vorsorglichen Untersuchung im Hinblick auf Infektionskrankheiten in ein Krankenhaus fahren. Dabei geht es unter anderem um eine mögliche Ansteckung mit HIV. Wegen der Inkubationszeiten kann es bis zu sechs Monaten dauern, bis der Polizist ein endgültiges Ergebnis hat. (APA)


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